Sonnenschein, klare Bergluft und traumhafte Ausblicke machen den Sommer zu einer beliebten Wanderzeit. Doch hohe Temperaturen erhöhen auch das Risiko für Kreislaufprobleme, Dehydrierung oder einen Hitzschlag. Wer unvorbereitet loszieht oder seine Tour falsch plant, gefährdet nicht nur den Wanderspaß, sondern auch die eigene Gesundheit. Mit der richtigen Vorbereitung lassen sich viele typische Fehler jedoch leicht vermeiden.
Fehler 1: Die falsche Tageszeit
Ein häufiger Fehler ist es, erst am späten Vormittag oder mittags aufzubrechen. Dann hat die Sonne bereits ihre größte Kraft entfaltet und schattenlose Wege können zur Belastungsprobe werden. Besser ist es, früh am Morgen zu starten oder Touren auf den späten Nachmittag zu legen. Dann sind die Temperaturen meist angenehmer und der Körper wird weniger belastet.
Fehler 2: Zu wenig trinken
Beim Wandern verliert der Körper durch Schwitzen viel Flüssigkeit. Wer erst trinkt, wenn Durst aufkommt, ist oft bereits leicht dehydriert. Je nach Temperatur, Tourenlänge und körperlicher Belastung sollten Wanderer ausreichend Wasser oder ungesüßten Tee dabeihaben und regelmäßig kleine Mengen trinken. Bei längeren oder besonders schweißtreibenden Touren können auch Getränke mit Elektrolyten sinnvoll sein.
Fehler 3: Die Tour zu anspruchsvoll wählen
Hitze kostet zusätzliche Energie. Eine Wanderung, die bei milden Temperaturen problemlos gelingt, kann an heißen Tagen deutlich anstrengender sein. An besonders warmen Tagen empfiehlt es sich daher, kürzere Strecken mit weniger Höhenmetern zu wählen und ausreichend Pausen einzuplanen.
Fehler 4: Die falsche Kleidung
Dunkle Baumwollkleidung speichert Wärme und trocknet langsam. Dadurch kann der Körper schlechter abkühlen. Ideal sind helle, luftige Funktionsmaterialien, die Feuchtigkeit schnell nach außen transportieren. Ein Sonnenhut oder eine Kappe sowie eine Sonnenbrille schützen zusätzlich vor direkter Sonneneinstrahlung.
Fehler 5: Sonnenschutz vergessen
Auch in den Bergen oder im Wald ist UV-Strahlung nicht zu unterschätzen. Mit zunehmender Höhe nimmt die Intensität der UV-Strahlung sogar zu. Vor der Wanderung sollte deshalb Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor aufgetragen und regelmäßig nachgecremt werden - besonders nach starkem Schwitzen. UV-Schutz für die Lippen wird dabei häufig vergessen.
Fehler 6: Warnsignale des Körpers ignorieren
Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit oder ungewöhnliche Erschöpfung können erste Anzeichen einer Überhitzung oder eines Flüssigkeitsmangels sein. Wer solche Symptome bemerkt, sollte sofort eine Pause im Schatten einlegen, ausreichend trinken und den Körper abkühlen. Verschlimmern sich die Beschwerden oder treten Verwirrtheit, starkes Unwohlsein oder Bewusstseinsstörungen auf, sollte umgehend Hilfe gerufen werden.
Fehler 7: Wetter unterschätzen
An heißen Sommertagen können sich am Nachmittag schnell Gewitter entwickeln - besonders im Gebirge. Blitzschlag, Starkregen oder Hagel können Wanderer in gefährliche Situationen bringen. Vor jeder Tour lohnt sich deshalb ein Blick auf die Wettervorhersage. Bei angekündigten Gewittern sollte die Route angepasst oder verschoben werden.
Fehler 8: Ohne Notfallausrüstung unterwegs sein
Auch bei einer kurzen Wanderung gehören ein vollständig geladenes Handy, eine kleine Erste-Hilfe-Ausrüstung, ausreichend Proviant und eine Karte oder Offline-Navigation in den Rucksack. Wer alleine unterwegs ist, sollte außerdem Angehörigen oder Freunden die geplante Route mitteilen.




