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Ferien fast überall in Europa: Die nächste Reisewelle rollt an

Fast überall in Europa sind ab kommendem Wochenende Ferien, was erneut für überfüllte deutsche Autobahnen sorgen dürfte. Wo mit besonders viel Verkehr zu rechnen sein wird.

(elm/jmk/spot)
Wer zu den Hauptstoßzeiten Richtung Süden fährt, muss am Wochenende mit Wartezeiten rechnen.
Wer zu den Hauptstoßzeiten Richtung Süden fährt, muss am Wochenende mit Wartezeiten rechnen. © Canetti/iStock via Getty Images
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Am 20. Juli starten die Sommerferien in Nordrhein-Westfalen, dem mit rund 18 Millionen Einwohnern bevölkerungsreichsten deutschen Bundesland. Am unmittelbar davorliegenden Wochenende vom 17. bis 19. Juli erreicht der Reiseverkehr den nächsten Höhepunkt.

Weil nun nur noch in Bayern und Baden-Württemberg die Schule läuft, sind bundesweit Millionen Menschen gleichzeitig unterwegs. Verstärkt wird der Ansturm durch Urlauberinnen und Urlauber aus den Nachbarländern, in denen ebenfalls Ferien herrschen und die Deutschland auf ihrem Weg Richtung Süden oder an die Küsten durchqueren. Wer eine längere Fahrt plant, sollte deutlich mehr Zeit einkalkulieren als sonst.

Freitagnachmittag und Samstagvormittag am kritischsten

Die höchste Staugefahr erwartet der ADAC am Freitagnachmittag, wenn sich Berufspendler und Urlauber auf denselben Strecken drängen, sowie am Samstagvormittag auf den klassischen Fernrouten. Am Samstag- und Sonntagabend kommt der Rückreiseverkehr hinzu, sodass sich die Belastung über das gesamte Wochenende zieht. Bei sommerlichem Wetter steigt das Aufkommen zusätzlich, weil dann auch zahllose Tagesausflügler Richtung Alpen, Mittelgebirge, Seen und Küsten fahren.

Rund 1.000 Baustellen und volle Ballungsräume

Bundesweit bremsen etwa 1.000 Baustellen den Verkehrsfluss zusätzlich aus. Als besonders anfällig gelten unter anderem die Nord-Süd-Achsen A1, A3, A5, A7 und A8, die Ost-West-Verbindung A2 sowie die Zulaufstrecken in die Alpen wie A8, A93, A95 und A96. Rund um mehrere Großveranstaltungen ist mit zusätzlichem Andrang und knappem Parkraum zu rechnen: Neben der "Größten Kirmes am Rhein" in Düsseldorf und dem Deichbrand-Festival bei Cuxhaven ziehen vor allem das Parookaville-Festival am Flughafen Weeze an der deutsch-niederländischen Grenze und der Formel-1-Grand-Prix im belgischen Spa-Francorchamps - beide vom 17. bis 19. Juli - zehntausende Besucher an.

Österreich: Enge Transitrouten und Abfahrtssperren in Tirol

Auch jenseits der Grenze bleibt die Lage angespannt. In Österreich sorgen Ferienverkehr und zahlreiche Baustellen für Verzögerungen auf den wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen, allen voran auf der West-, Tauern-, Inntal-, Brenner-, Pyhrn- und Rheintalautobahn. Auf der Brennerautobahn wirken sich die Sanierungsarbeiten an der Luegbrücke weiter aus; auch auf der Fernpassroute (B179) und der Arlbergstraße ist mit stockendem Verkehr zu rechnen.

In Tirol bleiben an den Wochenenden erneut zahlreiche Ausweichstrecken für den Durchgangsverkehr gesperrt, um Ortschaften vom Schleichverkehr zu entlasten. Am Montag, 20. Juli, folgt zudem wieder eine Blockabfertigung für Lkw am Grenzübergang Kufstein. Der ÖAMTC verweist in einer Pressemitteilung außerdem auf Engpässe vor Mautstellen und Tunneln, etwa an der Karawanken-Autobahn (A11) und auf der Pyhrn-Autobahn (A9).

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Stress gehört zum Alltag im Verkehr. Er betrifft Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger gleichermaßen. Wichtig ist, ihn rechtzeitig zu erkennen. Diese Tipps helfen, um die Ruhe im Straßenverkehr zu bewahren. © istock/dragana991

Schweiz und Italien: Gotthard und Brenner als Nadelöhre

In der Schweiz konzentriert sich der Reiseverkehr auf die klassischen Transitachsen: die Gotthard-Route (A2), die San-Bernardino-Strecke (A13) sowie die Autobahnen A1 und A3. In Italien gilt vor allem die Brennerautobahn (A22) Richtung Gardasee und Adria als kritisch, ebenso die Verbindung von der Schweizer Grenze über Mailand nach Genua.

Grenzkontrollen einplanen

Bei der Rückreise nach Deutschland sollten Autofahrer zusätzliche Wartezeiten an den Grenzen berücksichtigen. Wegen der weiterhin bestehenden Kontrollen - die Binnengrenzkontrollen wurden bis Mitte September 2026 verlängert - kann es besonders an den Übergängen aus Österreich, Polen, Tschechien und der Schweiz zu Verzögerungen kommen. Immerhin hat Slowenien die zeitweisen Grenzkontrollen zu Kroatien und Ungarn Mitte Juni wieder aufgehoben.

Wer flexibel ist, weicht am besten auf die verkehrsärmeren Tagesrandzeiten oder auf Werktage unter der Woche aus.

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