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WM-Kater: So erholt sich der Körper von fünf Wochen Ausnahmezustand

Späte Anstoßzeiten, Bier und Snacks - ein großes Turnier wie die Fußball-WM fordert seinen Tribut. Wenn das letzte Spiel vorbei ist, kämpfen viele mit Müdigkeit und Leere. Doch der Körper erholt sich schnell, wenn man ihm dabei hilft.

(ncz/spot)
Die Fußball-WM 2026 ist zu Ende - bei vielen Fans bleiben dabei große Emotionen zurück.
Die Fußball-WM 2026 ist zu Ende - bei vielen Fans bleiben dabei große Emotionen zurück. © Erman Gunes/iStock via Getty Images

Fünf Wochen lang späte Spiele, Public Viewing, Aufregung und wenig Schlaf - große Fußballturniere bringen viele Fans aus ihrem gewohnten Rhythmus. Doch wenn das letzte Spiel vorbei ist, folgt bei manchen nicht nur ein emotionales Tief, sondern auch ein echter körperlicher "Kater". Schlafmangel, unregelmäßige Mahlzeiten, Alkohol und weniger Bewegung können ihre Spuren hinterlassen. Mit ein paar einfachen Maßnahmen findet der Körper wieder zurück in den Normalmodus.

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Diese Fußballstars sind bei der WM als Experten dabei

Per Mertesacker (l.) und Christoph Kramer, beide Weltmeister von 2014, wurden für ihre Einschätzungen und Analysen im ZDF-Studio bei der EM 2024 ausgezeichnet. Auch bei der WM 26 ist das beliebte Duo wieder dabei.
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Per Mertesacker (l.) und Christoph Kramer, beide Weltmeister von 2014, wurden für ihre Einschätzungen und Analysen im ZDF-Studio bei der EM 2024 ausgezeichnet. Auch bei der WM 26 ist das beliebte Duo wieder dabei. © ZDF/Dominik Asbach.

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Warum nach der WM ein Gefühl der Leere entstehen kann

Große Sportereignisse schaffen über Wochen feste Strukturen. Viele Menschen haben einen Grund, sich regelmäßig mit Freunden zu treffen, Nachrichten zu verfolgen oder sich mit anderen Fans auszutauschen. Diese gemeinsamen Erlebnisse aktivieren das Belohnungssystem im Gehirn: Vorfreude, Spannung und Erfolgserlebnisse sorgen für positive Gefühle.

Fällt dieser Reiz plötzlich weg, kann sich der Alltag im Vergleich dazu überraschend langweilig anfühlen. Ähnlich wie nach einem Urlaub, einem Konzert oder einer großen Feier brauchen manche Menschen Zeit, um sich wieder an die Normalität zu gewöhnen.

Schlafrhythmus wieder stabilisieren

Späte Anstoßzeiten können die innere Uhr durcheinanderbringen. Wer über Wochen länger wach bleibt, am nächsten Morgen aber trotzdem früh aufstehen muss, sammelt schnell ein Schlafdefizit an. Das lässt sich nicht immer mit einem einzigen langen Ausschlaftag ausgleichen.

Hilfreicher ist es, den Schlafrhythmus schrittweise wieder zu normalisieren: jeden Tag etwa zur gleichen Zeit aufstehen, morgens möglichst viel Tageslicht tanken und abends wieder feste Ruhezeiten einführen. Auch Bewegung am Tag kann helfen, schneller wieder in einen stabilen Rhythmus zu kommen.

Alkohol und Snacks hinter sich lassen

Ob Bier beim Spiel, Chips auf dem Sofa oder fettiges Essen nach einer langen Nacht: Während eines Turniers kommen bei vielen Fans mehr Kalorien und weniger ausgewogene Mahlzeiten zusammen als üblich. Das ist für eine begrenzte Zeit kein Problem - dauerhaft kann die Kombination aus Alkohol, viel Salz, Zucker und wenig Schlaf den Körper aber belasten.

Nach dem Turnier braucht es keine radikale "Detox-Kur". Der Körper verfügt über eigene Entgiftungssysteme, vor allem über Leber und Nieren. Sinnvoller ist es, wieder auf eine ausgewogene Ernährung zu setzen: viel Gemüse, Obst, Vollkornprodukte und ausreichend Eiweiß. Auch genügend Flüssigkeit hilft dabei, den Körper wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Neue Highlights schaffen

Dieses Gefühl der Leere nach einem besonderen Ereignis ist nicht ungewöhnlich. Psychologen sprechen häufig vom sogenannten Post-Event-Blues. Neue kleine Ziele und Aktivitäten können helfen: ein Treffen mit Freunden, ein neues Sportprojekt oder ein Ausflug sorgen für neue positive Erlebnisse.

Gerade der soziale Aspekt spielt eine wichtige Rolle. Wer die WM vor allem in Gemeinschaft erlebt hat, vermisst nach dem Ende häufig nicht nur die Spiele, sondern auch das Zusammensein.

Der WM-Kater geht vorbei

Ein Tief nach einem großen Ereignis ist normalerweise kein Grund zur Sorge. Der Körper und die Psyche brauchen schlicht Zeit, um sich wieder umzustellen. Wer Schlaf, Bewegung, soziale Kontakte und kleine neue Ziele in den Alltag integriert, findet meist schnell zurück in den normalen Rhythmus.

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