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Pirelli-Kalender 2027 rückt Indien in den Mittelpunkt

Der Pirelli-Kalender 2027 rückt Indien ins Zentrum und vereint zwei fotografische Perspektiven. Vor den Kameras von Sølve Sundsbø und Avani Rai standen unter anderem Freida Pinto, Anoushka Shankar, Rupi Kaur und Padma Lakshmi.

(ncz/pn)
Freida Pinto posiert für die kommende Ausgabe des Kultkalenders von Pirelli.
Freida Pinto posiert für die kommende Ausgabe des Kultkalenders von Pirelli. © From the backstage of the Pirelli Calendar 2027 by Sølve Sundsbø and Raghu Rai with Avani Rai, picture by Alessandro Scotti
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Der Pirelli-Kalender widmet seine Ausgabe für 2027 Indien. Erstmals in der Geschichte des Kultkalenders arbeiten dabei zwei Fotografen mit unterschiedlichen künstlerischen Perspektiven zusammen: der norwegische Modefotograf Sølve Sundsbø (55) und der indische Fotograf Raghu Rai (1942-2026) beziehungsweise seine Tochter Avani Rai.

Das Projekt soll die Vielfalt und Komplexität des Landes zeigen und einen Dialog zwischen einer westlichen und einer indischen Sichtweise schaffen. Während Sundsbø Indien aus einer internationalen Perspektive betrachtet, fängt Avani Rai die Realität des Landes aus dem Inneren heraus ein.

Zwei Fotografen, zwei Blickwinkel

Sølve Sundsbø ist für seine moderne, klar definierte Bildsprache bekannt und konzentriert sich in seinem Teil des Kalenders vor allem auf Porträts. Für den Fotografen stand schnell fest, dass er die Aufgabe nicht allein übernehmen wollte.

"Ich hatte kein Recht, es alleine zu machen", erklärt Sundsbø in einer Pressemitteilung. Die Zusammenarbeit mit Raghu Rai habe für ihn eine besondere Bedeutung gehabt: "Als sie sagten, dass Herr Raghu Rai dabei sein würde, war das für mich so, als wäre er eine Art Gott der Fotografie."

Raghu Rai zählt zu den wichtigsten Fotografen Indiens und dokumentierte über Jahrzehnte die gesellschaftliche und kulturelle Entwicklung seines Heimatlandes. Nach seinem Tod übernahm seine Tochter Avani Rai seinen Teil des Projekts und setzte die Arbeit im Sinne ihres Vaters fort.

Avani Rai führt das Werk ihres Vaters weiter

Ursprünglich hatte Raghu Rai geplant, ältere, bislang unveröffentlichte Fotografien als Ausgangspunkt zu verwenden und die Serie in einem Studio umzusetzen. Seine Tochter entschied sich jedoch für einen anderen Weg. "Als ich mich entschloss, das Projekt fortzuführen, hatte ich das Gefühl, dass er auf die Straße gehörte", sagt Avani Rai. Sie verlagerte die Arbeit deshalb nach Alt-Delhi - an Orte, die auch ihr Vater während seiner jahrzehntelangen Karriere fotografiert hatte.

Für ihre Serie arbeitete sie mit mehr als 200 Menschen zusammen, darunter Straßenkünstler, Musiker, Tänzer, Handwerker und Menschen aus dem Alltag. Auch ihre Mutter Gurmeet Rai ist Teil der Bilder.

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Prominente Namen und besondere Schauplätze

Sundsbøs Aufnahmen entstanden unter anderem zwischen dem historischen Jaigarh-Fort und Ajabgarh im Bundesstaat Rajasthan. Vor seiner Kamera standen zahlreiche bekannte Persönlichkeiten, darunter die Schauspielerinnen Aditi Rao Hydari und Avantika Vandanapu, Schauspielerin und Produzentin Freida Pinto, Musikerin Anoushka Shankar, Dichterin Rupi Kaur sowie Unternehmerin und Moderatorin Padma Lakshmi. Auch Avani Rai selbst gehört zur Besetzung des Kalenders.

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