Gloria-Sophie Burkandt über Markus Söder: "Mein Vater isst auch Salat"
Markus Söder zeigt sich öffentlich gern mit Fleisch und Fast Food. Seine älteste Tochter Gloria-Sophie Burkandt beschreibt ihn im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" anders.
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Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (59, CSU) pflegt auf Instagram ein deutliches Image: Burger, Döner, Schweinshaxe. Seine Tochter Gloria-Sophie Burkandt (27) hat diese Inszenierung nun eingeordnet. "Mein Vater isst auch Salat", sagte das Model der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Erst letzte Woche habe ich ihn dabei beobachtet. Es gab Fleisch dazu, aber er hat den Salat gern gegessen."
Auch sonst sei der CSU-Chef beim Essen weniger einseitig unterwegs, als es die Bilder nahelegen. "Er mag auch Obst und Gemüse, auch wenn er es gern so hinstellt, als würde er nichts anderes als Fleisch essen", sagte Burkandt der Zeitung. "So schlimm ist er gar nicht."
Veganismus war zu Hause kein Streitthema
Interessant ist das auch deshalb, weil Burkandt selbst über Jahre hinweg vegan gelebt hat. Zum Konflikt in der Familie sei das nie geworden, betonte sie. Söders Spitzen gegen fleischlose Ernährung ordnet sie derselben Kategorie zu wie die Fotos von seinen Mahlzeiten. "Es macht ihm Spaß, Veganer zu ärgern, aber das ist Öffentlichkeitsarbeit", sagte die 27-Jährige. "Privat hat er das vollkommen akzeptiert. Im Grunde ist sein Motto: Leben und leben lassen."
Gloria-Sophie Burkandt, die ein Wirtschaftsstudium absolviert hat und als Influencerin und Model bekannt ist, ist die älteste Tochter von Markus Söder und stammt aus einer früheren Beziehung des bayerischen Ministerpräsidenten. "Ich möchte Menschen bewegen, inspirieren, gesellschaftspolitisch etwas bewirken. Und vielleicht würde ich gar nicht so groß denken, wenn ich nicht meinen Vater als Vorbild hätte", erklärte sie Anfang des Jahres im Interview mit "Madonna". Eine richtige politische Karriere strebt sie derzeit nicht an. "Solange mein Vater politisch aktiv ist, kommt das für mich nicht infrage. Wer weiß, was in zehn oder zwanzig Jahren ist."
Der Zeitung offenbart Burkandt auch, welche Form der Aufmerksamkeit sie derzeit besonders belastet: die Berichterstattung über ihr Verhältnis zum früheren Google-Chef Eric Schmidt (71). Sie spüre bereits im Vorfeld, wenn eine Welle auf sie zurolle: "Ich merke es immer schon am Tag vor so einer Medien-Explosion, intuitiv. Ich bin super unruhig, ich kann nicht schlafen und dann wache ich am nächsten Tag auf und kriege sofort die ganzen Nachrichten. Das stresst mich total. Ich muss lernen, wie ich damit umgehe."
Die Logik dahinter beurteilt sie nüchtern. "Es gibt keine schlechte Presse mehr. Hauptsache du wirst genannt. Es ist egal, ob die Nachricht gut ist oder schlecht", sagte Burkandt. Ärgerlich findet sie die Schieflage bei den Themen: "Und das ist schade: Für meine sozialen Projekte gibt's keine Schlagzeile. Die gibt's nur für mein Liebesleben oder wenn eine Quizsendung nicht so gut lief."
Anfragen aus aller Welt
Nach den Spekulationen um Schmidt meldeten sich Burkandt zufolge Redaktionen weit über Deutschland hinaus. "Wenn so eine Nachricht draußen ist, kommen auf einmal ganz viele Presseanfragen, diesmal von der gesamten internationalen Presse. Da antwortet man dann einfach gar nicht." Ganz zufrieden ist sie mit dieser Strategie allerdings nicht: "Aber es gibt auch Momente, wo ich mir denke: Da würde ich gerne meine Seite erklären."
Was sie mit dem früheren Google-Chef verbindet, ließ Burkandt auch in dem Interview offen. Zu sehen ist sie derzeit in der ProSieben-Reihe "Born Famous - Fluch oder Segen", die sich mit den Kindern prominenter Eltern befasst. Für das Format standen Vater und Tochter gemeinsam vor der Kamera und gaben Einblicke in ihre Beziehung.