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Fugees: Lauryn Hill und Wyclef Jean stellen neue Musik in Aussicht

Seit 1996 haben die Fugees kein Album mehr veröffentlicht. Nun äußern sich Lauryn Hill und Wyclef Jean zu der Frage, ob noch einmal neue Musik der Gruppe erscheinen könnte.

(mia/pn)
Lauryn Hill und Wyclef Jean auf der Bühne.
Lauryn Hill und Wyclef Jean auf der Bühne. © ddp/Sipu USA
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Lauryn Hill (51) und Wyclef Jean (56) halten neue Musik der Fugees (seit 1992) für möglich. Auf die Frage von "BBC News", ob ein Album folgen könnte, antwortete die Sängerin knapp: "Absolut." Ihr Bandkollege hatte die Frage zuvor selbst noch einmal aufgegriffen: "Wird es in Zukunft Musik geben?" Dass bereits aufgenommen wird, bestätigte allerdings keiner von beiden.

Anlass des Gesprächs war ein Konzert in Milton Keynes. Am Freitag, dem 7. August, gastiert Hills eintägiges Festival "Diaspora Calling!" erstmals in Großbritannien. Der Abend steht im Zeichen des 30. Jubiläums von "The Score" aus dem Jahr 1996, dem bislang letzten Studioalbum der Gruppe mit Hits wie "Ready or Not", "Fu-Gee-La" und "Killing Me Softly". Neben Hill und Jean treten unter anderem Erykah Badu (55), Giggs und Hills Söhne YG Marley (24) und Zion Marley (29) auf, zugleich Enkel von Reggae-Legende Bob Marley (1945-1981). Moderator des Abends ist Komiker Dave Chappelle (52).

"Ein unglaublicher Heilungsprozess"

Wie eng das Verhältnis der beiden inzwischen wieder ist, zeigte sich im Interview. "Alles, was ich sagen kann, ist: Wir liegen in Gottes Hand", sagte Jean und stimmte mitten im Gespräch einen Gesang an: "Ich bin zurück bei meiner Bandkollegin!" Und weiter: "Wir sind an einem großartigen Punkt. Ich glaube, die Energie ist sehr wichtig."

Hill ergänzte: "Es gab einen unglaublichen Heilungsprozess zwischen uns als Band und als Bandkollegen. Und wie du schon gesagt hast, wollen wir das einfach zeigen und etwas von dieser Energie auch an die Welt weitergeben."

Insgesamt brachten die Fugees nur zwei Studioalben heraus: 1994 das Debüt "Blunted On Reality" und 1996 "The Score", das das Musikmagazin "NME" zu den größten Hip-Hop-Platten überhaupt zählt. 1997 trennte sich das Trio, zwischen 2004 und 2006 gab es eine kurze Neuauflage, 2021 eine Tour zum 25. Album-Jubiläum.

Das dritte Bandmitglied sitzt im Gefängnis

Von einer vollständigen Reunion ist die Gruppe dennoch weit entfernt. Pras Michel (53), das dritte Bandmitglied, verbüßt in den USA eine Haftstrafe von 14 Jahren. Verurteilt wurde er im April 2023 wegen seiner Verwicklung in einen milliardenschweren malaysischen Geldwäscheskandal.

Kurz vor der geplanten US-Tour 2024 sagte die Band ihre Termine ab. Wenig später verklagte Michel seine Kollegin wegen Betrugs und warf ihr "Arroganz" sowie "narzisstische Tendenzen" vor. Hill nannte die Klage gegenüber "NME" "haltlos" und "voller falscher Behauptungen und ungerechtfertigter Angriffe". Michel erklärte anschließend, er sei "fertig" mit den Fugees.

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"Es ging immer um die Bewegung"

Jean erinnerte im Interview an den ursprünglichen Anspruch der Gruppe: "Ich weiß noch, wie ich schon in sehr jungen Jahren gesagt habe: Wir machen keine Musik, wir werden eine Bewegung." Deren Themen hält er für aktueller denn je: "Wenn man über die Idee der Flüchtlinge spricht, sollte man sich ansehen, wo wir heute stehen. Wir haben diese Dinge schon vor 30 Jahren gesagt. Es ging nie nur um uns - es ging immer um die Bewegung."

Hill ergänzt: "Unsere unterschiedlichen Herkunftsorte kamen zusammen, um Kultur zu vereinen, Kultur zu spiegeln und den Menschen zu zeigen, wie schön, kraftvoll und einfallsreich diese Kultur ist."

Dass ihr Festival in London startet, hat für Hill einen naheliegenden Grund: "Es gibt so viel Diaspora in London. So viele Menschen sind hier vertreten. Es hat sich für uns angefühlt, als schlösse sich ein Kreis."

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