Falten machen Männer interessant, Frauen dagegen alt: Jella Haase (33) hat genug von diesem Doppelstandard. "Männer sehen 'toll' aus, wenn sie Falten bekommen, aber Frauen wird es überhaupt nicht zugestanden", sagt die Schauspielerin im Interview mit "Gala". "Das ist ein strukturelles, patriarchales Problem, das ich gerne ändern würde!"
Für sie gehe es vielmehr darum, "die beste Version seiner selbst in dem Stadium zu sein, in dem man eben ist. Dazu gehören auch mal ein Fältchen oder ein Pigmentfleck". Der Wunsch nach einem jüngeren Aussehen sei zwar per se nicht verwerflich, "problematisch finde ich nur, dass das oft nicht transparent ist. Wenn alle offener damit umgehen würden, wäre es für viele, gerade junge Frauen, leichter."
Regelmäßige Erinnerung an den Selbstwert
Falten machen ihr selbst "grundsätzlich wenig" aus, betont der "Fack ju Göhte"-Star. "Aber ich muss mich auch selbst regelmäßig erinnern, mich nicht dem Druck hinzugeben und mich selbst zu akzeptieren." Dabei helfe ein Perspektivwechsel auf ihr bisheriges Leben: Wenn sie an früher denke, sei sie damals oft viel glücklicher gewesen, als sie sich im Rückblick von außen bewertet habe. "Ich erinnere mich dann daran, wie viel Glück ich in meinem Leben habe, wie schön meine Momente mit Freunden sind und wie sehr ich meinen Beruf liebe. Das stärkt mich und ist so viel bedeutender als eine gewisse Optik, die man irgendwann mal hatte", so Haase.
Allgemein helfe ihr beim Druck und Stressabbau Tanzen in der Sonne sowie Zeit mit Familie und Freunden. "Das gibt mir Kraft, ich kann auftanken und einfach nur ich selbst sein, ohne Erwartungen", schwärmt die 33-Jährige.







