Die österreichische Bühnenlandschaft verliert einen markanten Kopf: Johannes Krisch (1966-2026) ist am Montagfrüh in einem Wiener Spital im Alter von 59 Jahren gestorben. Das gab das Theater in der Josefstadt nach übereinstimmenden Medienberichten bekannt. Angaben zur Todesursache gab es zunächst nicht.
Krisch gehörte jahrelang dem Ensemble eines der wichtigsten Theater Österreichs an, genauso wie dem des Burgtheaters. Aber er spielte auch in Film und Fernsehen: Unter anderem war er in Götz Spielmanns oscarnominiertem Drama "Revanche" (2008) zu sehen, in "Finsterwold" (2013) mit Sandra Hüller (48), in "Aus dem Nichts" (2017) an der Seite von Hollywoodstar Diane Kruger (50), im Epos "Märzengrund" (2022) oder in der Literaturverfilmung "Wald" (2023). Für seine Deutung des Serienmörders Jack Unterweger in "Jack" erhielt er 2016 den Österreichischen Filmpreis als bester Hauptdarsteller.
Zudem spielte Krisch in der Erfolgsserie "Braunschlag" (2012) und war viermal im "Tatort" zu sehen, zuletzt 2018. Auch Rollen bei "Kommissar Rex" oder verschiedenen "SOKO"-Reihen übernahm er. Vor seiner Karriere hatte der am 8. Dezember 1966 in Wien geborenen Krisch eine Ausbildung zum Tischler absolviert. Mehr zufällig rutschte er über den Bau eines Bühnenbilds in die Schauspielerei.







