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Nicolas-Cage-Film gestohlen: Netflix soll 105 Millionen Dollar zahlen

Eine Master-Kopie des fertig abgedrehten, aber noch nicht veröffentlichten Films "Fortitude" wurde gestohlen. Darum wird Netflix jetzt auf einen Betrag in Höhe von 105 Millionen US-Dollar verklagt.

(wue/pn)
Der Drehbuchautor und Produzent des Film mit Nicolas Cage verklagt jetzt Netflix.
Der Drehbuchautor und Produzent des Film mit Nicolas Cage verklagt jetzt Netflix. © imago images/AFF-USA/Steven Bergman
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Schon im Juni sollen mehrere Speichermedien aus dem Büro von Netflix in Los Angeles gestohlen worden sein. Dadurch kam offenbar auch eine Master-Kopie des bislang noch nicht veröffentlichten Films "Fortitude" mit Nicolas Cage (62) abhanden. Einer der Produzenten hinter dem Projekt hat den Streamingdienst deshalb jetzt verklagt, berichten die US-Branchenmagazine "The Hollywood Reporter" und "Entertainment Weekly" übereinstimmend.

Der Film ist bereits abgedreht, sucht aber noch nach einem Zuhause für die Verbreitung. Zum Cast gehören neben Cage unter anderem Ed Skrein (43), Alice Eve (44) und Matthew Goode (48).

Der Film war nicht verschlüsselt

Simon Afram, Drehbuchautor und Produzent von "Fortitude", habe Klage vor einem kalifornischen Gericht eingereicht. Afram und seine Firma werfen Netflix demnach vor, den Verkauf des Weltkriegsthrillers kompromittiert zu haben. Potenzielle Käufer, die den Film veröffentlichen könnten, müssten demnach darüber informiert werden, dass eine Kopie des Films gestohlen wurde. Es entstünden nicht nur versicherungsrechtliche Probleme, auch der Kaufpreis des Films könne dadurch gemindert werden.

In der Klage behaupte Afram, dass die Entstehung des Film sieben Jahre gedauert und ihn mehr als 45 Millionen Dollar gekostet habe. Er fordere von Netflix einen Betrag in Höhe von mindestens 105 Millionen Dollar. Angestellte des Streamingdienstes seien darüber informiert worden, dass sich die Master-Kopie unverschlüsselt auf dem Datenträger befinde und diese gelöscht werden sollte, nachdem man sich bei Netflix den Film angesehen habe.

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So mancher dürfte überrascht sein, dass Bradley Cooper bereits verheiratet war. Die Ehe mit Schauspielkollegin Jennifer Esposito hielt allerdings nur wenige Monate. Auch diese Prominenten blicken auf besonders kurze Ehen zurück. © ddp/MostWantedPictures

Die anderen gestohlenen Datenträger sollen leer gewesen sein, behauptet eine anonyme Netflix-Quelle gegenüber "The Hollywood Reporter". In einem Statement, das dem Branchenblatt vorliegt, bestreitet der Streamingdienst, dass man "das Verlustrisiko für einen Film trägt, der ohne die branchenüblichen Sicherheitsvorkehrungen geliefert wurde". Man besitze nicht die Rechte an "Fortitude", nehme die Sicherheit von Inhalten allerdings ernst. Man habe "zusätzliche Maßnahmen ergriffen, um den Filmemacher und sein Team zu unterstützen". So habe man Untersuchungen angestellt und angeboten, bekannte Piraterie-Webseiten zu überwachen, um eine Verbreitung oder einen Verkauf auf diesem Wege zu unterbinden.

Kanzlei soll 165 Millionen Dollar gefordert haben

Die Filmemacher behaupteten, dass Netflix es abgelehnt habe, mitzuteilen, ob der Polizei der Diebstahl mitgeteilt wurde. Außerdem habe man eine Anfrage, die Polizei von Los Angeles zu involvieren, abgelehnt, nachdem Aframs Seite einen Bericht an das Police Department übermittelt habe.

Netflix wiederum habe erklärt, dass man Einzelheiten zu einer laufenden Untersuchung nicht teilen wolle, nachdem Aframs Anwälte einen "feindseligen Versuch, Geld zu erpressen" unternommen hätten statt konstruktiv mit dem Unternehmen zusammenzuarbeiten. Die Anwaltskanzlei habe eine Zahlung in Höhe von 165 Millionen US-Dollar gefordert.

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