Ralph Siegel (80) hat die Intensivstation verlassen. Drei Tage nach der Verlegung auf die Normalstation hat sich der Komponist erstmals seit seiner schweren Lungenentzündung selbst zu Wort gemeldet. "Verhältnismäßig geht es mir gut. Wenn man im Krankenhaus ist, dann geht es einem eben dementsprechend. Sonst würde man ja gar nicht aufgenommen werden", sagte er der "Bild"-Zeitung.
18 Tage lag Siegel im künstlichen Koma. Was in dieser Zeit passierte, weiß er nur aus zweiter Hand. "Meine geliebte Frau Laura hat mir erzählt, dass ich wochenlang überhaupt nicht ansprechbar war. Davon habe ich nichts mitbekommen", berichtete er dem Blatt.
"Einen Tag später und ich wäre tot gewesen"
Es sei bereits das dritte Mal, dass er knapp dem Tod entkommen sei. Diesmal sei es besonders knapp gewesen, habe ihm sein Arzt erklärt. "Wenn ich noch einen Tag länger in Spanien geblieben wäre oder dort in irgendeine Klinik eingeliefert worden wäre, dann würde ich heute nicht mehr leben. Einen Tag später und ich wäre tot gewesen", so Siegel. Der Mediziner habe ihn "noch einmal gerettet."
In den letzten Wochen hat die ESC-Legende viel Kraft verloren und könne im Moment nicht aufstehen. Seinen Zustand führt Siegel aber auch auf seinen Lifestyle vor dem Krankenhausaufenthalt zurück: "Ich habe die letzten drei Jahre, bis auf ein paar Termine und meinen Geburtstag, eigentlich nur im Bett oder auf dem Sofa gelegen. Ich habe unterschätzt, wie wenig ich mich bewegt habe und was das mit dem Körper macht."







