Mit der "World's Most Beautiful Airports List 2026" hat der Prix Versailles am Montag in Paris seine diesjährige Auswahl der architektonisch bemerkenswertesten Flughäfen vorgestellt. Sieben Projekte aus fünf Ländern stehen auf der Liste. Das sind die Gewinner.
Der Prix Versailles wird seit 2015 in Zusammenarbeit mit der UNESCO vergeben und versteht sich als internationaler Architektur- und Designpreis. Die Preisverleihung findet traditionell am Pariser UNESCO-Hauptsitz statt. Ausgezeichnet werden Projekte in mehreren Kategorien, neben Flughäfen etwa Hochschulbauten, Bahnhöfe, Sportstätten, Museen, Geschäfte, Hotels und Restaurants. Die Kategorie Flughäfen besteht seit 2020. Maßstab sind dabei nicht allein ästhetische Qualität, sondern auch kulturelle Verankerung, ökologische Effizienz und sozialer Nutzen - Werte, die auch die Vereinten Nationen hervorheben.
Mehr als ein Transitraum
Jérôme Gouadain, Generalsekretär des Prix Versailles, beschreibt in einer Pressemitteilung zeitgenössische Flughäfen als prägende Wahrzeichen ihrer Regionen und Epochen. Sie müssten den Widerspruch zwischen wachsendem Reiseaufkommen und dem Bedürfnis nach Schnelligkeit auflösen und zugleich Räume schaffen, die nicht mehr bloß dem Transfer dienen. Die Auszeichnungen des Prix Versailles würdigen nach eigener Darstellung eine "intelligente Nachhaltigkeit", bei der Kultur und Umwelt zusammen gedacht werden.
Frankfurt als deutscher Vertreter
Einziger deutscher Beitrag ist das neue Terminal 3 des Frankfurter Flughafens, entworfen vom Architekten Christoph Mäckler. Auf rund 1,3 Quadratkilometern, also etwa der Fläche der Frankfurter Innenstadt, ist eines der größten Infrastrukturprojekte Europas entstanden. Die Gestaltung orientiert sich an einer städtischen Umgebung: Piers, Gates und Lounges sind wie Straßen und Plätze angelegt. Verwendet wurden helle Naturmaterialien wie Jurakalk und Travertin, große Glasflächen sorgen für Tageslicht. Als Blickfang dienen drei ringförmige Skulpturen aus rotierenden, farbigen Aluminiumscheiben.







