"Die Verräter - Vertraue Niemandem!" kehrt mit einer neuen Staffel zu RTL+ und RTL zurück (ab 3. August und ab 17. August). 18 Prominente müssen im Schloss herausfinden, wer als Loyaler und wer als Verräter das Spiel spielt. Am Ende wartet ein Silberschatz von bis zu 50.000 Euro.
Schlossherrin Sonja Zietlow (58) begrüßt unter anderem Cathy Hummels (38). Im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news spricht die Moderatorin über die ungewohnte Rolle als Spielerin, ihre Menschenkenntnis und die mentale Belastung im Schloss. Außerdem verrät sie, warum sie das Format gereizt hat und welche überraschende Erkenntnis sie aus dem Spiel mitgenommen hat.
Eine Reality-Strategieshow stand bisher nicht auf Ihrem Zettel. Wie anders fühlte sich dieses Format im Vergleich zu Ihren bisherigen TV-Projekten an?
Cathy Hummels: Sehr anders. Als Moderatorin bin ich es gewohnt, Gespräche zu führen und anderen Menschen eine Bühne zu geben. Bei "Die Verräter" war ich selbst Teil des Spiels. Diese Perspektive war für mich eine neue und spannende Erfahrung.
Haben Sie die anderen Staffeln mitverfolgt? Was hat Sie letztendlich dazu bewegt, mitzumachen?
Hummels: Ja, ich kannte das Format und fand die Mischung aus Psychologie, Strategie und zwischenmenschlicher Dynamik unglaublich spannend. Gerade weil es so anders ist als meine bisherigen Projekte, wollte ich ausprobieren, wie ich mich in einem solchen Umfeld schlage.
In dieser Show ist Misstrauen quasi Pflicht. Fällt es Ihnen leicht, Menschen zu durchschauen? Und können Sie selbst gut bluffen?
Hummels: Ich glaube, ich habe über die Jahre ein gutes Gespür für Menschen entwickelt, sowohl durch meine Arbeit als Moderatorin als auch als Unternehmerin. Gleichzeitig habe ich gelernt, dass der erste Eindruck nicht immer der richtige ist. Ich bin ehrlich: In manchen Personen habe ich mich sehr getäuscht, das hätte ich niemals gedacht. Bei "Die Verräter" wurde auch das auf die Probe gestellt. Bluffen gehört zum Spiel, aber Authentizität gehört zu mir. Ich glaube allerdings auch, dass man mir ziemlich schnell ansieht, wenn ich bluffe.
Wie haben Ihre bisherigen TV-Erfahrungen, aber auch Ihre Erfahrungen als Unternehmerin, in dem Spiel geholfen?
Hummels: Als Unternehmerin treffe ich täglich Entscheidungen, nicht alle davon sind einfach. Ich weiß auch, wie es ist, Verantwortung zu übernehmen, Menschen zuzuhören und Situationen zu analysieren. Das hat mir im Spiel definitiv geholfen.
Wie anstrengend war es, rund um die Uhr auf jedes Wort und jede Reaktion zu achten?
Hummels: Es war mental sehr fordernd. Man ist permanent aufmerksam, analysiert Situationen und Personen und fragt sich ständig, welche Informationen wirklich relevant sind. Gleichzeitig darf man sich selbst nicht verlieren. Das Schloss trägt sehr zur besonderen Atmosphäre und Spannung des Formats bei. Ich habe mich dort sehr wohlgefühlt und mich mit allen gut verstanden.
Wie war es für Sie, in dieser Zeit ohne Ihren Sohn und Ihr gewohntes Umfeld zu sein?
Hummels: Natürlich vermisst man sein Kind. Gleichzeitig gehört das zu meinem Beruf dazu. Mir ist wichtig, meinem Sohn vorzuleben, dass man Chancen ergreifen und neue Herausforderungen annehmen darf. Umso mehr genieße ich dann die gemeinsame Zeit danach.
Kannten Sie einen Mitspieler oder eine Mitspielerin schon vorher und wenn ja, war das Vor- oder Nachteil?
Hummels: Ein paar Gesichter kannte ich bereits aus der Branche. Im Spiel spielt das allerdings schnell keine große Rolle mehr. Jeder startet unter denselben Voraussetzungen und man muss sich jeden Tag neu orientieren.
Was hat das Spiel über Sie selbst offengelegt, das Sie vorher vielleicht gar nicht wussten?
Hummels: Dass ich wohl doch öfter den falschen Menschen vertraue. Gleichzeitig habe ich aber gemerkt, dass ich mir meine Offenheit nicht nehmen lassen möchte. Vertrauen gehört für mich dazu, auch wenn man manchmal enttäuscht wird.
Hat "Die Verräter" bei Ihnen die Lust auf weitere TV-Projekte geweckt?
Hummels: Mein Schwerpunkt liegt klar auf der Moderation. Ich bin auch offen für TV-Projekte, sofern sie authentisch zu mir passen und mich persönlich oder beruflich weiterbringen.




