Er brachte den Wintersport in Millionen Wohnzimmer und erfand ganz nebenbei Fernsehformate, die Generationen prägten. Nun ist Manfred Vorderwülbecke im Alter von 86 Jahren gestorben. Das teilte der Bayerische Rundfunk (BR) mit.
Seit Ende der 1960er-Jahre gehörte Vorderwülbecke zum festen Personal der Sportberichterstattung - erst beim BR, später auch in der ARD. Als Reporter, Moderator und Kommentator machte er sich vor allem beim Wintersport einen Namen. Doch seine größte Wirkung entfaltete er oft abseits des Mikrofons: als Ideengeber, der Trends setzte, lange bevor sie zum Standard wurden.
Ein Format, das zur Institution wurde
Gemeinsam mit Eberhard Stanjek entwickelte Vorderwülbecke Mitte der 1970er-Jahre die Sendung "Blickpunkt Sport". Für viele Zuschauerinnen und Zuschauer gehörte sie fortan Standardprogramm. Bis heute zählt das Format laut BR zu den bekanntesten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.
Weitsicht bewies er auch an anderer Stelle. Als Vorderwülbecke in den 1970er-Jahren die Ski-alpin-Olympiasiegerin Rosi Mittermaier (1950-2023) als Expertin vor die Kamera holte, war das ein Novum. Heute sind ehemalige Athletinnen und Athleten aus keiner Sportsendung mehr wegzudenken.







