Erst jetzt wird bekannt, dass die in Deutschland geborene US-Schauspielerin Antoinette Bower (1932-2026) bereits seit einigen Wochen tot ist. Sie starb am 30. April in einem Seniorenheim im Stadtteil Eagle Rock in Los Angeles, wie der "Hollywood Reporter" unter Berufung auf Bowers Freundin Carlotta Glackin, die Großnichte des legendären Charakterdarstellers Edward Everett Horton, berichtet. Bower wurde 93 Jahre alt. Einem breiten Publikum blieb die Schauspielerin vor allem durch zwei Fernsehauftritte in Erinnerung.
William Shatner kondolierte: "Star Trek"-Star Antoinette Bower ist tot
Hollywood trauert um "Star Trek"-Schauspielerin Antoinette Bower. Sie starb bereits Ende April im Alter von 93 Jahren. Auch William Shatner soll schon kondoliert haben.

Diese Stars sind 2026 gestorben

Von Schauspiellegende Mario Adorf über Komödienstar Catherine O'Hara bis hin zu Action-Ikone Chuck Norris: 2026 musste die Welt bereits von zahlreichen prominenten Persönlichkeiten Abschied nehmen. © imago/Photopress Müller / Fred Duval/SOPA Images via ZUMA Press Wire / IMAGO/Depositphotos
Zwei Auftritte, die Kultstatus erreichten
In der Science-Fiction-Serie "Star Trek" spielte sie die katzenhafte Außerirdische Sylvia. Die Folge "Catspaw" aus der zweiten Staffel lief im Oktober 1967, an ihrer Seite stand Theo Marcuse als Korob. Mit ihren Szenen spielte sich Bower in die Herzen vieler Fans. Wie Carlotta Glackin verriet, erhielt die Schauspielerin auch Jahrzehnte nach ihren Auftritten noch immer Fanbriefe von "Star Trek"-Anhängern. Nach ihrem Tod habe auch Serienstar William Shatner (95) bereits per E-Mail sein Beileid ausgesprochen. Bower gehörte zu den rund 20 Frauen, die Captain Kirk im Lauf der Serie geküsst hatte. Eine Gedenkfeier für die Verstorbene ist für den 26. September in Pasadena geplant.
Schon einige Jahre zuvor hatte Bower in "The Twilight Zone" mitgewirkt. In der Episode "Probe 7, Over and Out", die im November 1963 in der fünften und letzten Staffel ausgestrahlt wurde, verkörperte sie Eve Norda, eine auf einem fernen Planeten gestrandete Frau. Die Geschichte lehnte sich an die biblische Erzählung von Adam und Eva an, denn die einzige weitere Person auf dem Planeten war ein Astronaut namens Adam Cook, gespielt von Richard Basehart.
Vom Horrorfilm bis zu Charles Bronson
Auch im Kino war Bower zu sehen. Im Horrorfilm "Superbeast" von 1972, gedreht auf den Philippinen, übernahm sie die Hauptrolle. Im Slasher-Klassiker "Prom Night" (1980) spielte sie die Ehefrau von Leslie Nielsen und die Mutter der von Jamie Lee Curtis verkörperten Figur. Im Action-Thriller "The Evil That Men Do" (1984) wurde ihre Figur von Charles Bronson entführt.
Über Jahrzehnte war Antoinette Bower ein gefragtes Gesicht im US-Fernsehen. Bis in die frühen 1980er tauchte sie in zahlreichen Serien auf, darunter "Bonanza", "Kojak", "Mission: Impossible" und "Mord ist ihr Hobby". 1983 gehörte sie zur Besetzung der Miniserie "Die Dornenvögel". Drei Staffeln lang, von 1989 bis 1992, spielte sie in der kanadischen Serie "Neon Rider" die freundliche Fox Devlin, eine Mitarbeiterin an einer Ranch für schwierige und misshandelte Jugendliche.
In Baden-Baden geboren
Zur Welt kam Antoinette Alexandra Jane Bower am 30. September 1932 in Baden-Baden, als Tochter einer deutschen Mutter und eines englischen Vaters. Aufgewachsen und ausgebildet wurde sie in England. In den späten 1940er Jahren arbeitete sie für die Flüchtlingsorganisation der Vereinten Nationen, die nach dem Zweiten Weltkrieg Millionen Menschen in Europa und Asien betreute.
1953 zog sie ihrer Familie nach Kanada nach. In Toronto fand sie eine Anstellung beim damals noch jungen Sender Canadian Broadcasting Corporation, wo sie Beiträge verfasste und Interviews im Live-Fernsehen führte. Erste Schauspielerfahrung sammelte sie 1958 in einer TV-Fassung von "The Tell-Tale Heart". Anfang der 1960er Jahre verschlug es sie nach Los Angeles, wo sie eine kleine, ungenannte Rolle in "Meuterei auf der Bounty" (1962) erhielt - und blieb.
Ein zweites Leben abseits der Kamera
Nach ihrer Zeit bei "Neon Rider" zog sich Bower weitgehend vom Schauspiel zurück. Vor rund zehn Jahren stellte sie einen Dokumentarfilm über Chuckwagon-Rennen in Kanada fertig, bei dem sie Regie, Kamera, Schnitt und Kommentar übernahm. Zuvor hatte sie mehrere Sommer mit den Teilnehmern verbracht.
Privat legte Bower eine ungewöhnliche zweite Leidenschaft an den Tag. Am Santa Monica College absolvierte sie eine Tischlerausbildung, arbeitete zeitweise bei der Baumarktkette Home Depot und baute in ihrem Haus in Beverly Glen maßgefertigte Schränke und Bücherregale, wie ihre Freundin Glackin dem "Hollywood Reporter" schilderte.
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