König Felipe VI. (58) hat gemeinsam mit Königin Letizia (53) Vertriebene der spanischen Waldbrände in einer Notunterkunft westlich von Madrid besucht. In einer Sporthalle im Ort Villamanta kam das Paar am Sonntag mit rund 200 Menschen zusammen, die ihre Häuser wegen der Feuer verlassen mussten. Untergebracht sind dort vor allem Bewohnerinnen und Bewohner aus Villa del Prado, Aldea del Fresno und weiteren Gemeinden der Umgebung, wie das spanische Königshaus auf seinem Instagram-Kanal mitteilte.
Empfangen wurde das Königspaar von Madrids Regionalpräsidentin Isabel Díaz Ayuso sowie von Sara Aagesen, stellvertretender Ministerpräsidentin und Ministerin für ökologischen Wandel und demografische Herausforderungen, und dem Bürgermeister von Villamanta. Im Sportzentrum verschafften sich Felipe und Letizia ein Bild der Lage, unterhielten sich mit den Evakuierten und dankten allen Helfern für ihren Einsatz in diesen "schwierigen Zeiten".
"Ein unschätzbares Naturerbe"
Das Feuer sei nach wie vor sehr aktiv und das Risiko groß. Es zeichneten sich aber positive Anzeichen ab, sagte der König den Journalisten anschließend. Manche Betroffene hätten viel von ihrem Besitz verloren, "ein unschätzbares Naturerbe" sei zerstört worden.
Ausdrücklich dankte Felipe den Rettungsdiensten und den Ländern, die Personal und Material nach Spanien geschickt haben: "Die Koordination läuft vorbildlich. Das ist eine gute Botschaft. Gemeinsam lässt sich jedes Risiko bewältigen", sagte der Monarch laut dem Magazin "Hola". Entwarnung gab er aber nicht: "Wir wissen, dass es an anderen Orten Spaniens brennt. In Valencia gibt es einen Brand, der mir Sorgen bereitet, und es liegt noch viel Sommer vor uns. Wir werden sehr wachsam bleiben müssen."
Auch die Königin äußerte sich. Wichtig sei, den evakuierten Nachbarn aufmerksam zuzuhören und sie bei ihrer Traurigkeit, Beklemmung und Ungewissheit zu unterstützen, betonte sie.
75.000 Menschen in Sicherheit gebracht
Die Waldbrände bestimmen aktuell den Terminkalender des Königs. Am selben Tag sprach er auch im Hauptquartier der Militäreinheit für Notfälle UME in Torrejón de Ardoz und leitete eine Lagebesprechung zu den Feuern.







