Entertainer und Moderator Thomas Gottschalk (76) macht Schluss mit dem Rampenlicht. Im Gespräch mit "Bunte" sagt er über neue Auftritte: "Es ist nichts mehr geplant." Öffentliche Termine werde es "wohl nicht mehr geben", schreibt das Magazin.
Wie konsequent dieser Rückzug ausfällt, zeigte sich bereits im Frühjahr. Im Mai sollte Gottschalk in München die Verleihung des "Goldenen Ochsensepp" moderieren, bei der Österreichs früherer Bundeskanzler Sebastian Kurz (39) geehrt werden sollte. Aus gesundheitlichen Gründen sagte er die Veranstaltung ab.
"Der Samstagabend war die beste Zeit meines Lebens"
Auch ein Comeback im Fernsehen schließt der frühere "Wetten, dass..?"-Moderator aus. Das Medium habe sich zu stark verändert, erklärte er "Bunte". Er passe da nicht mehr hinein, Unterhaltung sei nicht mehr das, was sie einmal war. "Der Samstagabend war über Jahrzehnte die beste Zeit meines Lebens. Aber es ist vorbei - und ich vermisse nichts."
Hinter der Entscheidung steht ein schweres Jahr. Vor rund zwölf Monaten erhielt Gottschalk die Diagnose "epitheloides Angiosarkom", ein sehr seltener und hochaggressiver Gefäßtumor. Auf eine Million Menschen kommen laut "Bunte" höchstens drei Fälle. Gottschalk hatte in einem Post auf Instagram, mit dem er sich am Wochenende mit einem Gesundheitsupdate bei seinen Followerinnen und Followern meldete, bereits von zwei Operationen gesprochen. Das Magazin meldet nun Details. Unter anderem heißt es, die erste habe sieben Stunden gedauert, die zweite sechs.
Gottschalk nennt sich "im Moment krebsfrei"
Nach den medizinischen Eingriffen und einer dreiwöchigen Reha geht es dem 76-Jährigen inzwischen deutlich besser. "Mir geht es gut, den Umständen entsprechend. Ich bin auf dem Weg zurück ins Leben", sagte er dem Magazin. Die Therapien schlügen an und die Werte würden zunehmend besser. Auch die Ärzte seien zufrieden.
Zusätzlich nimmt Gottschalk an einer Studie der Universitätsklinik Greifswald teil, bei der er alle 14 Tage eine Spritze bekommt. Acht der insgesamt zwölf Behandlungen hat er nach eigenen Angaben bereits hinter sich. Ob die Methode tatsächlich gegen den Krebs helfe, sei noch offen, schaden könne sie aber nicht, so der Moderator.
Seine Krebserkrankung hatte der Entertainer Ende November 2025 öffentlich gemacht, wenige Tage später verabschiedete er sich aus dem Fernsehen. Vor wenigen Tagen meldete er sich zurück. In der Videobotschaft auf Instagram fasste er zusammen: "Nach zwei Operationen, 33 Bestrahlungen und drei Wochen Reha bin ich im Moment krebsfrei. Das ist erst einmal die wichtigste Nachricht." Kurz darauf zeigte er sich mit einem Foto überwältigt von den vielen Genesungswünschen, die ihn erreichten.
"Karina ist meine Herzflamme"
Als seinen wichtigsten Rückhalt nennt Gottschalk seine Ehefrau Karina, die ihn während der gesamten Behandlung begleitet hat. "Ohne sie hätte ich das alles nicht gepackt", sagte er. Er frage sich bis heute, woher sie ihre Energie nehme und wie sie ihn dabei bei Laune halte. "Karina ist meine Herzflamme. Ich brenne noch immer jeden Tag für sie."







