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"The Forsytes" im Free-TV: Familiäre Machtspiele und Liebesdramen

Die Dramaserie "The Forsytes - Familie verpflichtet" feiert hierzulande am 15. Juli ihre Free-TV-Premiere in ZDFneo. Die titelgebenden Forsytes müssen zwischen Pflichtgefühl, Rivalitäten und Liebesdramen ihren Platz in der Londoner Gesellschaft der 1880er-Jahre finden.

(jom/spot)
Die Hauptfiguren der Serie "The Forsytes - Familie verpflichtet" (v.l.): Soames Forsyte (Joshua Orpin), Irene Heron (Millie Gibson), Frances Forsyte (Tuppence Middleton), Jo Forsyte Jr. (Danny Griffin) und Louisa Byrne (Eleanor Tomlinson).
Die Hauptfiguren der Serie "The Forsytes - Familie verpflichtet" (v.l.): Soames Forsyte (Joshua Orpin), Irene Heron (Millie Gibson), Frances Forsyte (Tuppence Middleton), Jo Forsyte Jr. (Danny Griffin) und Louisa Byrne (Eleanor Tomlinson). © ZDF/Mammoth Screen Limited 2025

"The Forsytes - Familie verpflichtet" findet den Weg ins deutsche Free-TV: Am Mittwoch, 15. Juli, feiert die aufwendig produzierte Period-Romantic-Dramaserie ihre Free-TV-Premiere. Seit 10 Uhr stehen alle Episoden in der Mediathek sowie der App des ZDF bereit, ab 21:45 Uhr zeigt ZDFneo die sechs Folgen am selben Abend. Die Vorlage liefert die berühmte "Forsyte-Saga" des Literaturnobelpreisträgers John Galsworthy (1867-1933), neu fürs Fernsehen adaptiert von Debbie Horsfield (71, "Poldark").

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Darum geht's in "The Forsytes - Familie verpflichtet"

Schauplatz ist das London der 1880er-Jahre, in dem die vermögende Börsenmaklerfamilie Forsyte zur gesellschaftlichen Spitze zählt. Doch hinter der makellosen Fassade rumort es: Die Frage, wer die Familienfirma einmal führen soll, treibt einen Keil zwischen die beiden Cousins: hier der kühle, ehrgeizige Soames, dort der kunstaffine, warmherzige Jolyon Jr. - beide protegiert von ihren rivalisierenden Vätern.

Als Jolyon von seiner Vergangenheit eingeholt zu werden droht, wittert Soames seine Chance. Dann jedoch verliebt sich der sonst so berechnende Geschäftsmann Hals über Kopf in eine bildschöne junge Frau, die von einer Karriere als Balletttänzerin träumt - sehr zum Ärgernis seines Vaters. Über sechs Folgen hinweg ringt die Familie zwischen Tradition und persönlichem Glück, zwischen Pflichtgefühl und der Suche nach dem großen Liebesglück.

Die Stars der Serie

Vor der Kamera versammelt die Serie ein hochkarätiges britisches Ensemble, allen voran Bafta-Preisträgerin Francesca Annis ("Macbeth", "Dune") als resolute Matriarchin Ann. Joshua Orpin verkörpert den ehrgeizigen Soames, Danny Griffin spielt seinen Gegenspieler Jolyon Forsyte Jr. Orpin ist aus der Serie "Titans" bekannt, Griffin brachte mit "Fate: The Winx Saga" ebenso Serien-Erfahrung mit. Als junge Irene Heron, die Soames den Kopf verdreht, ist Millie Gibson zu sehen, bekannt aus "Doctor Who".

Tuppence Middleton spielt Frances Forsyte und ist aus einer anderen Historienserie bekannt: Sie spielte in "Downton Abbey" die Rolle der Lucy Smith, die später Tom Branson (Allen Leech) heiratet. Eleanor Tomlinson ("Poldark") ist als Louisa Byrne dabei. Die ältere Generation besetzen Stephen Moyer ("True Blood") als Jolyon Forsyte Senior und Jack Davenport ("Fluch der Karibik") als James Forsyte.

Der Kampf mit den Traditionen

Beim US-Sender PBS lief die zuvor bei Channel 5 ausgestrahlte Serie bereits, und die Kritik fiel wohlwollend aus. Das Branchenblatt "Variety" attestierte der Adaption einen "glamourösen neuen Dreh" für den altbekannten Stoff. Der betont moderne Look könnten Fans früherer Verfilmungen, allen voran der ITV-Fassung "The Forsyte Saga" von 2002 mit Damian Lewis, womöglich ungewohnt finden, mutmaßte das Branchenportal. Doch insgesamt sei es eine "gelungene Adaption".

Dafür sorgt vor allem die Tatsache, dass die Serie im Kern bei einem Thema bleibt, das für viele Spannungen und Wendungen sorgt. Auf der einen Seite steht die Tradition mit der Bewahrung des Familienerbes und der Suche nach einer standesgemäßen Partie. Auf der anderen Seite keimen Gefühle und Sehnsüchte auf, für die so manches Mitglied der Forsytes mit den Traditionen und gesellschaftlichen Tabus bricht. Dies führt nicht nur zum Generationenkonflikt, sondern auch zu vielen Geheimnissen und zerrütteten Ehen.

Für Nachschub ist gesorgt

Wer nach Staffel eins auf den Geschmack kommt, muss sich um ein baldiges Ende keine Sorgen machen. Wie das US-Branchenportal "Deadline" berichtete, wurde "The Forsytes" bereits im März für eine dritte Staffel verlängert - und das noch vor der US-Premiere der ersten Season. Eine zweite Staffel ist demnach längst abgedreht.

Im April 2026 veröffentlichte PBS Masterpiece einen ersten Teaser zur zweiten Staffel. Zum Cast stoßen "Deadline" zufolge dann unter anderem Richard Rankin ("Outlander"), Sarah Alexander und Nia Ashi.

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