Schon wieder landet die Geschichte über Robin Hood im Kino. Aber haben wir nicht langsam genug von seinem ewigen Zwist mit dem Sheriff von Nottingham? Ja und nein: Es stimmt zwar, dass der König der Diebe bereits mannigfach und in diversen Genres seine Treffsicherheit mit Pfeil und Bogen unter Beweis stellen durfte. In der Form, wie es Hugh Jackman (57) in "The Death of Robin Hood" (Kinostart am 18. Juni) tut, hat es das Publikum aber noch nie gesehen.
"The Death of Robin Hood": Hugh Jackman als mürber König der Diebe
Ist die Geschichte des Königs der Diebe nicht allmählich auserzählt? Mitnichten, wie Hugh Jackman in "The Death of Robin Hood" eindrucksvoll unter Beweis stellt.

Studierte Stars: Diese Promis waren auf der Uni

Wer hätte das gedacht? Actionheld Dwayne "The Rock" studierte an der University of Miami Kriminologie und Physiologie. Auch diese Stars haben einen überraschenden Studienhintergrund. © ddp/EMPICS/Doug Peters
Ein Leben abseits des Mythos - darum geht es
Ein vom Leben gezeichneter Einzelgänger, der nach einem Leben voller Verbrechen und Mord mit seiner Vergangenheit ringt, wird schwer verletzt von einer mysteriösen Frau gefunden, die ihm eine Chance auf Erlösung bietet. Es sind die letzten Tage des gesetzlosen Robin Hood (Hugh Jackman).
So hat man Robin Hood noch nie gesehen
Als lebensmüder Wolverine wusste Hugh Jackman im gelungenen "Logan" bereits vollends zu überzeugen. Wie wird er als vom Leben (und vom Tod so vieler Menschen) gezeichneter Robin Hood auf das Publikum wirken? Über den berühmten König der Diebe gibt es unzählige Filme. Von Klamauk der Marke "Helden in Strumpfhosen" hin zu charmantem Disney-Zeichentrick. Vom Goldstandard "König der Diebe" mit Kevin Costner hin zum schwer zu ertragenden "Robin Hood" von 2018 mit Taron Egerton. Erstmals sehen wir in "The Death of Robin Hood" nun den Rächer der Enterbten und Erzfeind des Sheriffs von Nottingham als alten, gebrochenen Mann. Ein Mann, der mit seinem eigenen Mythos aufräumt.
Der Ansatz von Michael Sarnoski hat viel Potenzial. Nicht nur wegen Allzweckwaffe Jackman, sondern wegen Sarnoski selbst. Mit seinem überraschend tiefschürfenden Film "Pig" mit Nicholas Cage hat er bereits bewiesen, interessante Charakterstudien erzählen zu können, die gegen den Mainstream schwimmen. Womöglich könnte die schonungslose Dekonstruktion des romantisierten Mythos "Robin Hood" einigen Fans der Originalsage zu weit gehen. Aber immerhin traut sich der berühmte Recke, zur Abwechslung unbekannte Trampelpfade im Sherwood Forest zu beschreiten.
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