Shania Twain (60) hat aufgehört, gegen ihr Alter anzukämpfen. "Ich versuche nicht, 30 zu sein. Ich versuche nicht, 25 zu sein, und ich werde es auch nie wieder sein", sagt die kanadische Country-Sängerin im Interview mit dem US-Magazin "People". Eine Haltung, die sie sich erst erarbeiten musste.
Denn es gab Jahre, in denen sie den Blick in den Spiegel schlicht vermied. "Ich gehe von dieser jungen, umwerfenden Figur, schöner Haut, alles sitzt am richtigen Platz, in eine Zeit meines Lebens, in der ich nicht in den Spiegel schauen konnte, weil ich nur Makel gesehen habe und dieses kurvige Ding nicht sein wollte", erinnert sich Twain an die Phase, in der ihr Körper sich veränderte.
Heute stellt sie sich dem Spiegel wieder. "Jetzt, wo ich eine ältere Frau werde und in den Spiegel schaue, ist das kein Problem. Ich denke mir, ich muss da einfach drüberstehen, denn mit jedem Tag, der vergeht, werde ich älter. Die Dellen und Wölbungen und das Erschlaffen werden immer ausgeprägter." Ihre Priorität liegt mittlerweile woanders: "Es geht immer zuerst um das Wohlbefinden."
Der Preis der Selbstoptimierung
Was passiert, wenn diese Rangordnung anders herum ausfällt, hat Twain am eigenen Leib erfahren. 2019 riss sie sich während ihrer Konzertreihe in Las Vegas zwei Muskeln im Oberschenkel und musste von der Bühne getragen werden. Ernährt hatte sie sich damals mangelhaft, weil sie bestimmte Lebensmittel von ihrem Speiseplan gestrichen hatte.
"Ich habe mir zwei Muskeln im Oberschenkel gerissen, und vieles davon lag an Dehydrierung, weil ich mich nicht wirklich an das Klima in Nevada angepasst hatte", schildert die Sängerin "People". "Ich habe nicht genug Wasser getrunken, ich habe nicht genug Protein gegessen."
Statt gegen die Veränderungen anzurennen, arbeitet Twain heute mit ihnen. "Ich lerne einfach in jeder Phase, die ich durchlaufe, und passe mich an", sagt sie. Auf dem Tennisplatz lässt sich das besonders gut beobachten: "Ich kann nicht mehr wie eine Verrückte Tennis spielen wie in meinen 30ern, weil ich mir sonst den Körper kaputt mache."




