Der US-Rapper Mystikal (55) ist wegen Vergewaltigung zu 20 Jahren Haft verurteilt worden. Ein Gericht im US-Bundesstaat Louisiana verkündete das Urteil am Dienstag gegen den Musiker, der mit bürgerlichem Namen Michael Tyler heißt. Das berichten der Sender WBRZ und das Portal "Louisiana First News" übereinstimmend. Eine Bewährung ist demnach ausgeschlossen, die bereits verbüßte Untersuchungshaft wird angerechnet.
Der 55-Jährige hatte sich im März dieses Jahres in einem Geständnis der Vergewaltigung dritten Grades schuldig bekannt. Ursprünglich war Tyler nach Angaben beider Quellen wegen Vergewaltigung ersten Grades festgenommen worden - ein Vorwurf, auf den in Louisiana eine lebenslange Haftstrafe stehen kann. Erst durch die Verständigung mit der Justiz wurde das Strafmaß auf maximal zwei Jahrzehnte begrenzt.
Das Opfer forderte die Höchststrafe
Bei der Urteilsverkündung wandte sich die Frau direkt an den Richter und verlangte die maximale Strafe. Sie schilderte laut WBRZ, Tyler habe sie geschlagen, gewürgt, ihr Haarsträhnen ausgerissen und sie anschließend vergewaltigt. Die Tat habe sich nach Angaben des Opfers bis heute auf ihre psychische und körperliche Gesundheit ausgewirkt.
Anschließend durfte sich Tyler äußern - allerdings nur gegenüber dem Gericht, nicht gegenüber der Frau. Sinngemäß erklärte er, er habe die Höchststrafe verdient, sollte er die Tat begangen haben. Laut "Louisiana First News" ergänzte er eine Entschuldigung und den Wunsch, das Opfer möge heilen.







