Nach dem künstlichen Koma befindet sich Ralph Siegel (80) auf dem Weg der Besserung. Er erinnert sich daran, was er in dieser Zeit erlebt hat. "Es war schrecklich", sagt der Komponist und Musikproduzent der "Bild"-Zeitung. "Du weißt ja, was Albträume sind. Aber Albträume sind lächerlich gegen das, was ich im Koma erlebt habe", erzählt Siegel. Die Bilder würden ihn noch immer verfolgen.
Siegel könne sich an viele Situationen erinnern, die auf ihn "so lebensnah" wirkten. "Sie haben nie stattgefunden, aber im Koma waren sie Realität", erläutert er. "Erpressungen, Gefangenschaft, schreckliche Geschichten. Ich wurde gefesselt, gefoltert, ermordet. Auch andere Personen sah ich vor mir, die leiden mussten." Die Szenen bezeichnet er als "grauenhaft".
Komponist bekommt täglich selbst gekochtes Essen
Ralph Siegel, der zu den erfolgreichsten modernen Komponisten Deutschlands gehört und über Jahrzehnte den Eurovision Song Contest geprägt hat, erwachte Mitte Juli aus dem Koma. Seine Tochter Giulia Siegel (51) bestätigte bei Instagram: "Die ganze Familie ist unendlich dankbar und erleichtert, dass er den ersten großen Schritt geschafft hat: Das künstliche Koma konnte beendet werden und er ist wach."
Ebenfalls auf der Plattform erklärte sie am 31. Juli 2026: "Unser Vater befindet sich derzeit in der Rehabilitation und arbeitet intensiv daran, nach dem langen Krankenhausaufenthalt wieder zu Kräften zu kommen." Siegel müsse die verlorene Muskulatur wieder aufbauen. Dass er mittlerweile wieder ein erstes Interview gegeben habe, sei "ein weiterer wichtiger Schritt auf seinem Weg der Genesung". Die Familie begleite Siegel täglich und man bringe ihm etwa selbst gekochte Speisen. "Die Genesung ist noch nicht abgeschlossen, entwickelt sich aber positiv", schreibt die Tochter des 80-Jährigen.







