Australiens Premierminister Anthony Albanese (63) hat sich für Aussagen über Popstar Kylie Minogue (58) entschuldigt, die er in einem Podcast-Interview gemacht hatte. Auf die Frage, welche von drei prominenten Australierinnen er heiraten würde, hatte der Regierungschef mit dem Namen der Sängerin geantwortet - und dafür einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. "Ich entschuldige mich unmissverständlich für die Kommentare", erklärte Albanese laut "BBC" in einem knappen Statement am Montagmorgen.
Die Frage, die den Eklat auslöste
Auslöser war ein Auftritt in dem Podcast "Bush Deep" der Comedienne Nikki Osborne (44). Während des rund 20-minütigen Gesprächs wollte sie von Albanese wissen, mit welcher von drei bekannten australischen Frauen - Kylie Minogue, Schauspielerin Nicole Kidman (59) oder Entertainerin Rhonda Burchmore (66) - er am liebsten schlafen, wen er heiraten und mit wem er ausgehen würde.
Zunächst wich der Premier aus und verwies auf seine erst wenige Monate zurückliegende Hochzeit. Im November hatte Albanese seine Partnerin Jodie Haydon (47) geheiratet. "Ich habe gerade geheiratet, ich bin erst sechs Monate dabei", lautete seine erste Reaktion.
Doch Osborne ließ nicht locker. Schließlich legte sich der Regierungschef fest: "Oh, Kylie, natürlich." Auf die Nachfrage, ob er die Sängerin heiraten, mit ihr schlafen und mit ihr ausgehen würde, antwortete er: "Alles zusammen. Sie ist großartig."
Vorwurf: Respektlos gegenüber Frauen
Die Reaktionen aus der Politik folgten prompt. Die unabhängige Abgeordnete Zali Steggall (52) bezeichnete die Bemerkungen laut "BBC" als "völlig unangebracht". Der Premier müsse lernen, in solchen Momenten dagegenzuhalten und derartige Fragen als sexistisch zu benennen.
Auch aus der Opposition kam Kritik: Die Medienpolitikerin Sarah Henderson (62) schrieb auf der Plattform X, die Kommentare seien respektlos gegenüber Frauen, peinlich für die Australier und würden das Amt des Premierministers herabwürdigen.
Regierung bemüht sich um Schadensbegrenzung
Während Albanese sich auf einer Reise in den Pazifik befand, sprang Richard Marles (58) als amtierender Premierminister ein. Gegenüber dem Sender "ABC" betonte er, die Regierung setze sich mit vollem Einsatz für die Förderung von Frauen in der Gesellschaft ein. Man führe von Zeit zu Zeit eben unterschiedliche Interviews, so Marles. Zugleich verwies er darauf, dass die von Albanese geführte Regierung die erste in der Geschichte des Landes sei, in der Männer und Frauen im Kabinett zu gleichen Teilen vertreten seien.







