Obwohl der Mitteldeutsche Rundfunk Sparmaßnahmen angekündigt hat, stimmt der MDR-Rundfunkrat der Produktion von zwei neuen "Polizeiruf 110"-Ausgaben aus Magdeburg zu. Diese beiden Episoden seien bereits geplant gewesen. Sie sind deshalb nicht von einem voraussichtlich dreijährigen Produktionsstopp betroffen, heißt es in einer Pressemitteilung.
"Polizeiruf 110": MDR-Rundfunkrat stimmt zwei Folgen trotz Pause zu
Sparmaßnahmen beim MDR betreffen auch die Reihen "Tatort" und "Polizeiruf". Trotz eines Produktionsstopps gibt der Rundfunkrat grünes Licht für den Dreh von zwei neuen "Polizeiruf 110"-Ausgaben.

Karriere nach dem "Tatort": Das wurde aus den Kommissaren

Sebastian Bezzel oder Andrea Sawatzki konnten sich nach ihrem Aus als "Tatort"-Kommissare in anderen erfolgreichen Rollen etablieren. Das gelang auch anderen Ex-Sonntagskrimi-Stars. © ARD Degeto/BR/Bernd Schuller / SWR/Zum Goldenen Lamm/Britta Krehl
Bestätigt wird die Produktion der Folgen "Polizeiruf 110: Die Wütende" und "Polizeiruf 110: Hilferuf". In beiden Fällen handelt es sich noch um Arbeitstitel. Dreharbeiten für "Die Wütende" sollen demnach im September stattfinden, die für "Hilferuf" im November. Bis die beiden Ausgaben ausgestrahlt werden, wird es voraussichtlich aber noch eine ganze Weile dauern. "Die Wütende" wird voraussichtlich im Jahr 2028 gezeigt, "Hilferuf" dann 2029.
Der MDR spart beim "Tatort" und beim "Polizeiruf 110"
"Ich bedanke mich beim Rundfunkrat für die fortwährende Zustimmung zum 'Polizeiruf 110' aus Magdeburg", wird MDR‑Intendant Ralf Ludwig in der Mitteilung zitiert. In den geplanten Ausgaben würden "Themen mit hoher gesellschaftlicher Relevanz aufgegriffen und für ein Millionenpublikum spannend erzählt". Er bedauere es allerdings, "dass der 'Polizeiruf 110' ab 2027 für drei Jahre pausieren muss, weil es die Einsparnotwendigkeiten erfordern".
Der Vorsitzende des MDR‑Rundfunkrates, Kai Ostermann, lobt den "Polizeiruf" aus Magdeburg als eines der "prägenden fiktionalen Angebote" des Senders. Gleichzeitig kündigt er jedoch an: "Der Rundfunkrat wird sich in den kommenden Monaten intensiv mit der Frage befassen, welche Rolle fiktionale Angebote künftig im Gesamtportfolio des MDR spielen und wie sich programmstrategische Veränderungen auf unterschiedliche Zielgruppen und die Auftragserfüllung auswirken."
Laut Mitteilung habe der MDR das Geschäftsjahr 2025 mit einem Minus in Höhe von 13,2 Millionen Euro abgeschlossen. Im Vergleich zum Vorjahr entspreche das einer Reduzierung des Fehlbetrages um 31,1 Millionen Euro. Im Mai wurde öffentlich, dass Sparmaßnahmen beim MDR sowohl den "Tatort" als auch den "Polizeiruf" betreffen. Die Produktion noch nicht geplanter Ausgaben werde für drei Jahre ausgesetzt. Anfang Juni wurde dann mitgeteilt, dass seit dem 27. Mai für einen neuen Dresden-"Tatort" gedreht wurde. Auch dieser ist nicht von dem Produktionsstopp betroffen.
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