Das Internationale Filmfestival von Venedig hat die Jury für seine 83. Ausgabe bekannt gegeben. Unter der Leitung von Schauspielerin und Regisseurin Maggie Gyllenhaal (48) wird ein hochkarätig besetztes Gremium über die wichtigsten Auszeichnungen des Festivals entscheiden: die tunesische Regisseurin Kaouther Ben Hania, der Hongkonger Filmemacher Johnnie To, der französische Regisseur Xavier Giannoli, die afghanische Regisseurin Shahrbanoo Sadat, der britische Komponist Daniel Blumberg sowie Filmwissenschaftler Francesco Casetti.
Neben Maggie Gyllenhaal: Diese Stars sitzen in Venedig in der Jury
Das Filmfestival Venedig hat die Jury für seine 83. Ausgabe bekannt gegeben. Neben Jurychefin Maggie Gyllenhaal gehören unter anderem Kaouther Ben Hania, Daniel Blumberg und Shahrbanoo Sadat zum Gremium. Gemeinsam entscheiden sie über den Goldenen Löwen und weitere begehrte Auszeichnungen.

Berühmte Geschwister: Diese Stars stehen gemeinsam im Rampenlicht

Die Kardashians wurden durch ihre Reality-Show "Keeping up with the Kardashians" berühmt. © imago/APress
Für Maggie Gyllenhaal ist die Berufung zur Jurypräsidentin eine besondere Rückkehr. Mit ihrem Regiedebüt "The Lost Daughter" feierte sie 2021 in Venedig einen großen Erfolg und wurde dort mit dem Preis für das beste Drehbuch ausgezeichnet. Bereits im April war bekannt geworden, dass sie den Juryvorsitz übernehmen wird. In ihrer neuen Rolle wird sie gemeinsam mit ihren Jurykollegen die Gewinnerinnen und Gewinner der wichtigsten Wettbewerbspreise auswählen - darunter den Goldenen Löwen für den besten Film.
Kaouther Ben Hania nach Venedig-Erfolg im Vorjahr in der Jury
Besonders prominent besetzt ist die Jury mit Kaouther Ben Hania. Die Regisseurin gewann beim Festival 2025 den Silbernen Löwen für ihren Film "The Voice of Hind Rajab". Das Werk wurde anschließend auch für einen Oscar nominiert. Ben Hania zählt seit Jahren zu den international erfolgreichsten Filmschaffenden Nordafrikas und bringt umfangreiche Festivalerfahrung mit nach Venedig.
Auch Daniel Blumberg gehört zu den bekannten Namen der diesjährigen Jury. Der britische Musiker und Komponist wurde für seine Filmmusik zu "The Brutalist" sowohl mit dem Oscar als auch mit dem BAFTA ausgezeichnet. "The Brutalist" feierte 2024 seine Premiere auf dem Lido und entwickelte sich zu einem der meistdiskutierten Filme des Jahres. Insgesamt erhielt das Drama zehn Oscar-Nominierungen und gewann schließlich drei der begehrten Trophäen.
Mit Shahrbanoo Sadat sitzt zudem eine Stimme des zeitgenössischen Weltkinos in der Jury. Die Regisseurin lebt seit dem Fall Kabuls im Jahr 2021 in Hamburg und eröffnete in diesem Jahr die Berlinale mit ihrem Film "No Good Men".
Erfahrene Festivalgrößen im Gremium
Johnnie To kehrt fast zwei Jahrzehnte nach seiner ersten Jurytätigkeit nach Venedig zurück. Bereits 2008 gehörte er dem Jurygremium an. Mehrere seiner Filme, darunter "Throw Down", "Exiled", "Mad Detective" und "Life Without Principle", wurden auf dem Festival uraufgeführt.
Auch Xavier Giannoli ist eng mit dem Festival verbunden. Seine Filme "Superstar", "Marguerite" und "Lost Illusions" liefen bereits im Wettbewerb von Venedig.
Komplettiert wird die Jury durch den renommierten Filmwissenschaftler Francesco Casetti. Der Professor an der Yale University gilt als einer der bedeutendsten Medien- und Kinotheoretiker der Gegenwart und veröffentlichte zahlreiche Standardwerke zur Filmwissenschaft.
Diese Preise vergibt die Jury
Die Jury der 83. Filmfestspiele von Venedig entscheidet über sämtliche Hauptpreise des Wettbewerbs. Dazu gehören der Goldene Löwe für den besten Film, der Silberne Löwe - Großer Preis der Jury, der Silberne Löwe für die beste Regie sowie die renommierten Coppa-Volpi-Auszeichnungen für die beste Schauspielerin und den besten Schauspieler.
Darüber hinaus werden der Spezialpreis der Jury, die Auszeichnung für das beste Drehbuch sowie der Marcello-Mastroianni-Preis für herausragende Nachwuchsdarsteller vergeben.
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