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Michael J. Fox mischte sich anonym unter Parkinson-Patienten

Michael J. Fox machte seine Parkinson-Diagnose 1998 öffentlich. Danach loggte sich der Schauspieler anonym in Chatrooms für Betroffene ein, um zu erfahren, was die Community von seinem Schritt hielt.

(eyn/pn)
Michael J Fox ging 1998 mit seiner Diagnose an die Öffentlichkeit.
Michael J Fox ging 1998 mit seiner Diagnose an die Öffentlichkeit. © imago/AFF-USA/Tammie Arroyo
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Michael J. Fox (65) hat nach seinem öffentlichen Parkinson-Bekenntnis anonym Chatrooms für Betroffene besucht. Das berichtet der Schauspieler im Gespräch mit dem US-Branchenmagazin "The Hollywood Reporter". Er habe wissen wollen, wie andere Patienten seinen Schritt bewerten.

Fox hatte seine Diagnose 1998 publik gemacht, sieben Jahre nachdem sie gestellt worden war. Kurz darauf loggte er sich in Online-Foren für Parkinson-Patienten ein, ohne seinen Namen zu nennen, und fragte dort nach der Meinung zu Michael J. Fox. Die Antworten seien durchweg positiv ausgefallen, erinnert er sich. "Na, leckt mich doch! Ich habe Parkinson, und ihr feiert das", habe er scherzhaft gedacht.

Brechen mit einem Tabu

Erst später sei ihm aufgegangen, worüber die Menschen in den Chatrooms sich tatsächlich freuten. "Ich hab's kapiert. Damals hätte niemand im Leben erzählt, dass er Parkinson hat", sagt Fox. Eine Krankheit, über die kaum jemand sprach, hatte plötzlich ein Gesicht, das die halbe Welt aus dem Kino kannte.

Leicht war dieser Schritt für ihn und seine Familie aber nicht. "Für Tracy war es die Hölle, es war wirklich hart für sie, und das ist es bis heute, weil sich ständig etwas verändert", berichtet Fox über seine Ehefrau Tracy Pollan (66), mit der er vier Kinder hat. Aber er habe "den ganzen Weg gehen" und seine Möglichkeiten und Kontakte nutzen wollen, "keine halben Sachen". Nur so könne er zur Normalisierung der Erkrankung beitragen: "Ich sagte: Ich darf das nicht verstecken. Scheiß auf Eitelkeit."

Mit 65 wieder vor der Kamera

Die Diagnose bekam Fox 1991 mit 29 Jahren. Die Ärzte gaben ihm damals noch rund zehn Jahre vor der Kamera. Fox aber startete die Erfolgsserie "Chaos City", stand in "Good Wife" vor der Kamera oder hatte seine eigene "The Michael J. Fox Show". Während der Corona-Pandemie kündigte er schließlich seinen Rückzug aus der Schauspielerei an, weil er seine Sprache zunehmend nicht mehr kontrollieren konnte.

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Schauspieler Michael J. Fox erhielt bereits in jungen Jahren die Diagnose Parkinson.
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Schauspieler Michael J. Fox erhielt bereits in jungen Jahren die Diagnose Parkinson. © imago/AFF-USA / Steven Bergman/AFF-USA.COM

Inzwischen steht er aber wieder vor der Kamera: Er spielt seit diesem Jahr in der Apple-TV-Comedy "Shrinking" seines "Chaos City"-Weggefährten Bill Lawrence (57) und ist für seinen Auftritt in der dritten Staffel sogar für einen Emmy nominiert. Eine vierte Staffel mit ihm ist bereits bestätigt.

"Es hat mein Leben wirklich verlängert und es auf eine Weise interessant gemacht, wie ich es nicht für möglich gehalten hätte", sagt Fox über sein Schauspiel-Comeback. Wie lang er noch spielen werde, weiß er aber nicht: "Ich habe mich nicht aus der Schauspielerei zurückgezogen, aber wenn ich nicht mehr schauspielern würde, hätte das einen sehr guten Grund. Ich lasse Parkinson die Entscheidungen für mich treffen."

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