Bei seiner offiziellen Vorstellung als neuer Bundestrainer hat Jürgen Klopp (59) nicht nur über seine große Vorfreude auf die neue Aufgabe gesprochen - sondern auch deutliche Worte an die Medien gerichtet. Der ehemalige Liverpool- und Dortmund-Coach machte gleich zu Beginn seiner Amtszeit klar, wo für ihn eine Grenze verläuft: bei seiner Familie.
"Es ist eine große Ehre und ein sehr, sehr besonderer Tag für mich", sagte Klopp bei der Pressekonferenz des Deutschen Fußball-Bundes. Er gehe die neue Aufgabe "erfreut" an und freue sich auch darauf, in den kommenden Jahren mit den Medienvertretern zusammenzuarbeiten. Gleichzeitig richtete er aber eine klare Bitte an die Journalisten.
Klopp warnt vor zu schnellem Urteil
Nach zwei Jahren abseits des großen Medienrummels habe er gemerkt, dass er diesen Teil des Fußballgeschäfts nicht vermisst habe. "Ich war jetzt zwei Jahre aktiv aus dem Medienrummel raus und kann nicht behaupten, dass ich es vermisst hätte", erklärte Klopp.
Umso überraschter sei er gewesen, wie schnell Informationen und Spekulationen wieder an die Öffentlichkeit gelangten. "Ich war dann schon überrascht, noch nicht verärgert, aber überrascht, wie schnell das rauskam", sagte der neue Bundestrainer. Klopp appellierte deshalb an einen verantwortungsvollen Umgang: Nicht alles müsse sofort veröffentlicht oder bewertet werden.
Jürgen Klopp: "Lasst meine Familie in Ruhe"
Besonders deutlich wurde Klopp beim Thema Privatsphäre. Er erklärte, dass Kritik an seiner Arbeit für ihn dazugehöre. Wenn etwas nicht funktioniere, sei er bereit, sich damit auseinanderzusetzen. Persönliche Angriffe oder ein Eindringen in sein Familienleben werde er jedoch nicht akzeptieren.
"Wenn ihr euch daneben benehmt und meine Familie nicht in Ruhe lasst, bin ich weg. Um es klarzumachen", sagte Klopp mit Nachdruck.
Der neue Bundestrainer erklärte außerdem, dass er sich bewusst für die Aufgabe entschieden habe, obwohl er die öffentliche Kritik an seinem Vorgänger Julian Nagelsmann (39) verfolgt habe. "Ich mache den Job, obwohl ich mitbekommen habe, wie ihr mit Julian umgeht", richtete er sich an die Pressevertreter.







