Innenbandverletzung im Sprunggelenk: WM-Aus für Nico Schlotterbeck
Bitterer Ausfall für das DFB-Team: Nico Schlotterbeck hat sich gegen die Elfenbeinküste eine Innenbandverletzung im linken Sprunggelenk zugezogen. Der Dortmunder fällt mehrere Monate aus und ist damit für den Rest der WM raus.
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Die deutsche Nationalmannschaft muss bei der WM in den USA, Mexiko und Kanada auf Nico Schlotterbeck (26) verzichten. Der Innenverteidiger von Borussia Dortmund hat sich im Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste am Samstagabend (2:1) eine Innenbandverletzung im linken Sprunggelenk zugezogen. Damit ist das Turnier für den 26-Jährigen beendet, wie der DFB am Montagmittag bekannt gab. Unter dem Titel "Kader-Update" heißt es, dass der Fußballer "mehrere Monate ausfallen" wird.
Schon während der Partie hatte sich ein ernsthaftes Problem angedeutet: Schlotterbeck verletzte sich am Fuß und musste zur Pause ausgewechselt werden. Für ihn kam Antonio Rüdiger in die Begegnung. Bei Bundestrainer Julian Nagelsmann überwog nach dem Spiel die Sorge um seinen gesetzten Innenverteidiger. Die nun gestellte Diagnose bestätigt die Befürchtungen. Schlotterbeck werde aber "vorerst bei der Mannschaft in den USA bleiben", wie der DFB weiter betont. "Gute Besserung, Nico! Wir sind an deiner Seite!", schickt der Fußballbund dem Verletzten zudem aufmunternde Worte.
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Keine Nachnominierung möglich
Für Nagelsmann ist es bereits der zweite Spielerausfall für das Turnier. Zuvor hatte sich Lennart Karl eine Muskelverletzung zugezogen, für ihn rückte noch Assan Ouedraogo nach. Noch vor der Kadernominierung hatte zudem dessen Münchner Vereinskollege Serge Gnabry, der als Kandidat für die Startelf galt, die WM-Teilnahme absagen müssen. Im Fall Schlotterbeck kann der Bundestrainer jedoch nicht reagieren: Die Frist der FIFA für Nachnominierungen ist abgelaufen. Nach der ersten Partie eines Teams erlaubt der Weltverband nur noch das Nachrücken von Torhütern.
Rüdiger rückt in den Fokus
Der Ausfall zu Beginn der WM wiegt schwer, weil Schlotterbeck eine wichtige Rolle im Spielaufbau aus der Abwehr einnimmt und als einziger Linksfuß unter den Innenverteidigern gesetzt war. Für ihn endet bereits die zweite WM-Teilnahme mit einer Enttäuschung, nachdem die deutsche Mannschaft schon 2022 früh ausgeschieden war. Profitieren dürfte nun Antonio Rüdiger, der zuletzt hinter Schlotterbeck und Jonathan Tah zurückstehen musste. Er könnte nun in die Startformation für das dritte Gruppenspiel gegen Ecuador am Donnerstag rücken. Als weitere Innenverteidiger stehen Schlotterbecks BVB-Kollege Waldemar Anton sowie Malick Thiaw im Aufgebot.