Für viele Menschen gehört das Reisen zum Leben. Für Prominente beginnt der Urlaub jedoch oft mit einer logistischen Herausforderung. Paparazzi verfolgen ihre Bewegungen, Fans erkennen sie an Flughäfen oder in Hotellobbys. Viele Stars wünschen sich deshalb wohl vor allem eines: ein paar Tage Ruhe. Dafür gibt es eine ganze Branche, die sich auf diskrete Luxusreisen spezialisiert hat. Von privaten Fluggesellschaften über Concierge-Services bis hin zu exklusiven Hotels: So reisen Promis unauffällig und von der Öffentlichkeit abgeschirmt.
Inkognito-Urlaub: Wie schaffen Promis es, diskret zu verreisen?
Privatjet statt Linienflug, Hotelbuchung unter falschem Namen oder Rückzug auf eine Jacht: Prominente nutzen zahlreiche Strategien, um unerkannt zu verreisen. Doch wie funktionieren diese Tricks? Ein Blick hinter die Kulissen einer diskreten Reisebranche.

Durch den Hintereingang und Reisen unter falschem Namen
Eine der wichtigsten Maßnahmen beginnt bereits am Flughafen. Viele Prominente reisen mit Privatjets und nutzen Terminals, zu denen die breite Masse keinen Zugang erhält. Häufig erfolgen Sicherheitskontrolle und Boarding getrennt vom regulären Passagierbetrieb. Check-ins, wie man sie aus dem Linienbetrieb kennt, finden in dieser Form häufig ebenso nicht statt. Die Kontrollen und Vorgänge unterscheiden sich allerdings je nach Flughafen. Zudem erscheinen Privatflüge nicht auf den klassischen Anzeigetafeln, und Flugrouten können je nach Lage kurzfristig angepasst werden. Abflug- und Ankunftszeiten lassen sich so oft flexibler gestalten als bei Linienflügen. Anbieter von Business-Aviation-Diensten werben ausdrücklich mit Diskretion und Vertraulichkeit. Wenige große Stars, etwa John Travolta (72), besitzen selbst Lizenzen und sind dafür bekannt, den Steuerknüppel persönlich zu übernehmen.
Bei Hotelübernachtungen tauchen prominente Gäste dann häufig nicht unter ihrem echten Namen auf. Zimmer oder Mietwagen werden oft von persönlichen Assistenten oder spezialisierten Reiseagenturen unter einem Alias gebucht. Möglich wird dies etwa durch individuelle Vereinbarungen mit Hotels und Dienstleistern. Im Rahmen eines Leaks wurde 2014 etwa öffentlich, dass "Buffy"-Star Sarah Michelle Gellar (49) offenbar einst den Decknamen "Neely O'Hara" nutzte, die Hollywoodlegende Tom Hanks (70) soll als "Harry Lauder" und "Johnny Madrid" unterwegs gewesen sein, Natalie Portman (45) als "Lauren Brown".
Der US-amerikanische Promi-Reiseplaner Rob DelliBovi erklärte gegenüber CNN im Jahr 2024, dass die meisten Dinge für den richtigen Preis möglich seien. In seinem Job ist DelliBovi für seine Kundinnen und Kunden quasi rund um die Uhr erreichbar. Selbstverständlich ist auch eine Verschwiegenheitserklärung oft Teil derartiger Deals. Es soll ja schließlich niemand erfahren, was die Promis sich so alles wünschen.
Luxus mit maximaler Privatsphäre
Luxushotels und Spitzenrestaurants haben sich ebenfalls auf prominente Gäste eingestellt. Viele verfügen über separate Eingänge oder private Bereiche, in denen VIPs ungestört speisen können. Wer besonders viel Privatsphäre wünscht, kann sogar ein ganzes Geschäft exklusiv buchen. Für die Öffentlichkeit wurde beispielsweise einst ein Supermarkt in Florida geschlossen, damit Michael Jackson (1958-2009) sich mit seiner Begleitung einen lang gehegten Traum erfüllen konnte: Der "King of Pop" wollte endlich mal einkaufen wie ein normaler Mensch.
Noch exklusiver wird es fernab öffentlicher Orte. Zahlreiche Stars mieten abgeschiedene Villen und Chalets oder verbringen ihren Urlaub gleich auf einer Jacht, immerhin sind unerwünschte Begegnungen auf hoher See deutlich unwahrscheinlicher. Ganze Etagen von Hotels oder exklusive Rückzugsorte nur für sich und die Entourage zu buchen, ist keine Ausnahme in diesen Sphären. David Beckham (51) verbringt etwa regelmäßig Zeit auf seiner Jacht. Für solche Reisen braucht es allerdings häufig ein großes Team im Hintergrund. Persönliche Assistenten, Hauspersonal, Crewmitglieder und spezialisierte Reiseexperten kümmern sich um Organisation, Sicherheit und einen reibungslosen Ablauf.
Manchmal reicht auch ein Hut
Doch nicht jeder Prominente setzt auf maximalen Luxus. Immer wieder berichten Stars, dass sie ganz normal Linienflugzeuge nutzen oder regulär im Hotel einchecken. Manchmal reichen bereits unauffällige Kleidung, eine Sonnenbrille und eine Baseballkappe oder ein Hut aus, um in der Menge unterzugehen. Eine sichere Methode ist dies allerdings nicht. Wer nicht ständig im Rampenlicht stehen möchte, wird fernab roter Teppiche aber bisweilen einfach übersehen.
Ob Privatjet, Pseudonym oder Jacht: Prominente greifen auf unterschiedliche Strategien zurück, um ihre Privatsphäre zu schützen. Während manche dafür Millionen investieren, verlassen sich andere auf schlichte Unauffälligkeit. Gemeinsam haben alle Methoden jedoch ein Ziel: die Zeit einmal ohne Blitzlichtgewitter genießen zu können.
Das könnte Sie auch interessieren
LifeStromfresser: Diese Geräte treiben die Rechnung unbemerkt hoch
Viele Haushaltsgeräte verbrauchen unbemerkt Strom - selbst wenn sie nicht laufen. Klimageräte, alte Kühlschränke und Elektronik im Stand-by-Modus können die Kosten in die Höhe treiben - besonders im Sommer. Kleine Veränderungen im Alltag helfen, den Verbrauch zu senken.
Life3.500 Kilometer auf dem "Wolf Trail" durch Europa
Der "Wolf Trail" verbindet sechs Länder und ganz unterschiedliche Landschaften. Wer die gesamte Strecke der Wanderherausforderung bewältigen möchte, braucht allerdings mehrere Monate Zeit und spätestens in den Alpen auch reichlich Erfahrung.
LifeAuswärtiges Amt warnt Tunesien-Urlauber vor Stromausfällen
In Tunesien treibt eine Hitzewelle den Stromverbrauch in die Höhe. Zeitweise wird deshalb die Stromversorgung eventuell abgeschaltet. Das Auswärtige Amt warnt vor möglichen Folgen.
Kommentare (0 Kommentare)
Noch keine Kommentare. Schreib den ersten!
