Mit Songs über Sex, Drogen und Provokation hat sich Ikkimel eine riesige Fangemeinde aufgebaut. Dass ihre Musik jedoch nicht überall auf Begeisterung stößt, zeigte sich am Montag im ZDF-"Morgenmagazin". Dort trat die Berliner Rapperin in der WM-Arena auf - und hinterließ ein sichtlich irritiertes Publikum.
Ikkimel sorgt mit "Morgenmagazin"-Auftritt für Schockstarre im ZDF
Mit provokanten Texten ist Ikkimel längst erfolgreich. Doch ihr Live-Auftritt im ZDF-"Morgenmagazin" sorgte für irritierte Blicke im Studio, reichlich Gesprächsstoff in den sozialen Medien und brachte sogar die Rapperin zum Kichern.

Diese Fußballstars sind bei der WM als Experten dabei

Per Mertesacker (l.) und Christoph Kramer, beide Weltmeister von 2014, wurden für ihre Einschätzungen und Analysen im ZDF-Studio bei der EM 2024 ausgezeichnet. Auch bei der WM 26 ist das beliebte Duo wieder dabei. © ZDF/Dominik Asbach.
Ratlose Gesichter im Studio
Die 29-Jährige performte ihren Song "Fußballmänner", in dem es unter anderem heißt: "Fußballmänner, alles Penner. Bierbauch, Bratwurst, leckerschmecker" sowie "Lattenkracher, Mertesacker, Tiki-Taka in 'nem Tanga".
Während der Performance blieben viele Zuschauer im Studio auffallend regungslos. Einige blickten ins Leere oder auf den Boden, andere schauten verwundert auf die Bühne. Die Musikerin musste während ihres Auftritts mehrfach selbst lachen - so offenbar grotesk war die Situation.
Nach dem Song folgte lediglich verhaltener Applaus. Moderator Andreas Wunn erklärte anschließend: "Liebe Fußballmänner, nicht beleidigt sein. Das ist Provokation und Kunst und trifft gerade so richtig einen Nerv bei der Gen Z." Später verabschiedete sich Ikkimel mit den Worten: "Danke 'MOMA', wir freuen uns auf die Frauen-WM nächstes Jahr."
Auch im Netz wird der Auftritt diskutiert
In den sozialen Medien entwickelte sich der ungewöhnliche TV-Moment schnell zum Gesprächsthema. Moderator Micky Beisenherz kommentierte den entsprechenden Clip auf Instagram mit den Worten: "Das ist von solch grotesker Komik!" Den Auftritt bezeichnete er als "Hurz 3.0" - eine Anspielung auf den legendären Fernsehstreich von Hape Kerkeling.
Ikkimel selbst nahm die Situation ebenfalls mit Humor. Vor ihrem Ausflug ins Frühstücksfernsehen schrieb sie in ihrer Instagram-Story: "Guten Morgen 'MOMA'. Heute spiele ich vor einer Schulklasse und ü50. Hell yeah." Einen kurzen Ausschnitt ihres Auftritts, in dem von ihr auf die vermeintliche Schulklasse geschnitten wurde, kommentierte sie schließlich mit den Worten: "Schnitt aus der Hölle."
Mit Provokation zum Erfolg
Ikkimel, bürgerlich Melina Gaby Strauß, stammt aus Berlin und gehört derzeit zu den erfolgreichsten deutschen Rapperinnen. Mit Songs wie "Keta und Krawall" und ihrem modernen Feminismus baute sie sich besonders unter jungen Fans eine große Fangemeinde auf. Auf Spotify zählt sie inzwischen mehr als zwei Millionen monatliche Hörerinnen und Hörer.
Mitte Mai veröffentlichte sie ihr neues Album "Poppstar". Songtitel wie "Wanderhure", "Facesitting" oder "Kink" zeigen, dass Provokation weiterhin zu ihrem Markenzeichen gehört. Ein Konzept, das im ZDF-"Morgenmagazin" offenbar auf ein eher unvorbereitetes Publikum traf.
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