Ein Croissant, drei Kugeln Eis, Topping nach Wahl - und das alles für einen Euro: Mit diesem Angebot hat Riton Balaj, den seine Social-Media-Follower vor allem als Riiton kennen, zusammen mit Lidl am 1. und 2. August in Köln eine Croissant-Eisdiele betrieben; auch für den 8. und 9. August ist der Verkauf geplant. Das Pop-up im Stadtteil Ehrenfeld war an den beiden Tagen von 12 bis 20 Uhr geöffnet, das Eis kam von der Lidl-Eigenmarke Bon Gelati. Zum Start des ersten Tages stellte sich Riiton selbst hinter die Theke, für die ersten Besucher lagen zudem T-Shirts aus limitierter Auflage bereit.
200 Meter Schlange für ein Döner-Croissant
Dass Riiton ausgerechnet zum Croissant greift, hat Vorgeschichte. Am 1. April stellte Lidl ein Döner-Croissant als Aprilscherz ins Netz. Der Post kam so gut an, dass der Discounter zehn Tage später ernst machte und am Kreuzberger Oranienplatz 1.000 Exemplare gratis verteilen ließ, mit Riiton hinter dem Tresen.
Was folgte, war weniger Produkttest als Fantreffen. Lokale Medien berichteten von einer 200 Meter langen Schlange und über tausend Gästen. Aufgrund des großen Hypes ernannte der Discounter Riiton im Mai zum "Head of Croissant".
Ein Kindheitstraum in der Backstube
Ein Food-Creator im klassischen Sinn ist Riiton nicht. Bekannt wurde er mit Comedy, Parodien und überzeichneten Alltagsszenen. Auf TikTok folgen ihm rund 1,6 Millionen Menschen, auf Instagram knapp 370.000. Rezepte erklärt er nicht, auch Restaurants testet er nicht. Er inszeniert Essen als Gag, der schon auf einem einzigen Standbild funktionieren muss.
Bei seinem ersten eigenen Gebäck steckte allerdings mehr dahinter. Als Junge besuchte Riiton eine Backstube, ein altes Zeitungsfoto aus jener Zeit zeigt ihn dort zwischen den Blechen. Selbst einmal ein Produkt zu entwickeln, sei seither sein Traum gewesen, schreibt das "Westfalen-Blatt". Ende März löste er ihn ein und brachte mit der Bäckerei Schmidt aus dem ostwestfälischen Preußisch Oldendorf den Crookie heraus, halb Croissant, halb Cookie-Teig. Zur Premiere stellte er sich in einer Mindener Filiale hinter die Verkaufstheke; hunderte Jugendliche warteten darauf, von ihrem Idol bedient zu werden.




