Harry Kane nach WM-Sieg: Stimmprobleme und ein Lob von Donald Trump
Harry Kane verhalf England mit dem entscheidenden Elfmeter ins WM-Viertelfinale und war nach dem Abpfiff kaum noch zu verstehen. Vom Singen mit den Fans war dem Kapitän die Stimme weggeblieben. Für seinen Auftritt gab es prominenten Applaus: US-Präsident Donald Trump lobte den Stürmer öffentlich.
Harry Kane (32) schoss England in die nächste Runde und brachte kurz nach dem Abpfiff kaum noch ein Wort heraus. Der Kapitän der Three Lions verwandelte den am Ende entscheidenden Elfmeter gegen Mexiko und führte damit sein Team ins WM-Viertelfinale. Beim anschließenden BBC-Interview aber war die Stimme des Stürmers schlicht weg.
Kaum hatte das Gespräch begonnen, gestand Kane: "Meine Stimme ist weg." Moderatorin Kelly Somers konterte trocken: "Ich glaube, es sagt alles, dass deine Stimme weg ist". Sichtlich amüsiert und mit brüchiger, ungewohnt piepsiger Stimme kämpfte sich der Kapitän durch die Fragen.
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"Wonderwall" von Oasis kostet die Stimme
Der Grund für den Stimmverlust war so simpel wie sympathisch: Kane hatte nach dem Abpfiff ausgiebig mitgesungen. Gemeinsam mit der Mannschaft schmetterte er den Oasis-Klassiker "Wonderwall" in Richtung der englischen Fans, wie "The Sun" und "Daily Mirror" übereinstimmend berichten. "Es war ein verrücktes Spiel. Wir mussten kämpfen und einen Weg finden. Ich habe gerade gesungen, ich kann kaum sprechen", krächzte Kane ins Mikrofon.
Zum Abschluss brachte er nur noch heiser hervor: "Mir fehlen die Worte. Ich kann kaum reden." Moderatorin Somers riet ihm, die Stimme bis zum Viertelfinale gegen Norwegen zu schonen, woraufhin sich Kane mit seiner Hand am Hals verabschiedete.
In den sozialen Medien sorgte der Auftritt für Erheiterung, wie der "Daily Mirror" schreibt. "Die Höhenluft hat Harry Kane erwischt! Eines der großartigsten Dinge, die ich je gehört habe", schrieb ein Nutzer. Ein anderer spottete, Kane klinge inzwischen "wie Kermit der Frosch".
Applaus vom US-Präsidenten
Für seine Leistung bekam Kane sogar Applaus aus dem Weißen Haus. Nur kurz nach dem verwandelten Elfmeter meldete sich US-Präsident Donald Trump (80) zu Wort und lobte den Engländer in den höchsten Tönen. "Harry Kane aus England ist ein großartiger Spieler!!!", schrieb Trump in einem Post bei Truth Social.
Dass der Sieg im hoch gelegenen Aztekenstadion so hart erkämpft war, lag an einem an Wendungen reichen Spiel. Zunächst brachte ein Doppelschlag von Jude Bellingham England mit 2:0 in Führung. Doch Mexiko kam durch Julian Quinones noch vor der Pause heran.
Kurz nach dem Seitenwechsel wurde es brenzlig: Jarell Quansah sah nach Videobeweis die Rote Karte, England spielte fortan in Unterzahl. Wenig später verwandelte Kane den Strafstoß, den der gefoulte Anthony Gordon herausgeholt hatte, zum 3:1. Nach einem weiteren VAR-Eingriff bekam Mexiko selbst einen Elfmeter zugesprochen, den Raul Jimenez in der 69. Minute zum 3:2 nutzte und für eine nervenaufreibende Schlussphase sorgte.
Trotz Unterzahl und satter elf Minuten Nachspielzeit brachten die Engländer den knappen Vorsprung über die Zeit. Der Lohn: ein Viertelfinale gegen Erling Haalands Norwegen, das zuvor Brasilien mit 2:1 besiegt hatte. Getrübt wurde der Abend allein durch eine "wirklich schwere" Verletzung von Jordan Henderson, der über die Bandenwerbung stürzte, sich am Handgelenk verletzte und ins Krankenhaus gebracht wurde.