Graf Dracula gehört zweifelsohne zu den bekanntesten Figuren des Horrorgenres. Und kaum ein Ort wird so eng mit der Legende verbunden wie Transsilvanien in Rumänien. Obwohl der irische Schriftsteller Bram Stoker (1847-1912) selbst nie in Rumänien war, ließ er sich für seinen 1897 erschienenen Roman "Dracula" von Erzählungen über den walachischen Fürsten Vlad III. inspirieren, der als "der Pfähler" bekannt wurde und den Beinamen "Drăculea" trug. Heute reisen jedes Jahr tausende Touristen nach Siebenbürgen, besuchen die Karpaten, mittelalterliche Städte und das berühmte Schloss Bran, das international oft als "Draculas Schloss" vermarktet wird.
Großes "Dracula Land" mit Freizeitpark in Rumänien geplant
Mit "Dracula Land" ist einer der größten Freizeitparks Europas geplant. Neben Horror-Attraktionen und Themenwelten sollen in Rumänien auch eine große Event-Arena, Motorsportanlagen und ein Technologie-Campus entstehen. Das Projekt setzt auf den weltbekannten Vampir-Mythos.

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"Dracula Land": Zwischen Mythos und Tourismus
Genau an diesen Mythos knüpft das Projekt "Dracula Land" an. Geplant ist ein gigantischer Freizeit- und Unterhaltungskomplex nahe Bukarest. Nach Angaben der Projektentwickler soll das Areal rund 160 Hektar umfassen und mehr als eine Milliarde Euro kosten. Vorgesehen sind mehr als 40 größere Attraktionen, mehrere Themenwelten, Hotels, ein Wasserpark und sogar eine Spa- und Thermalanlage. Bezüglich der Fläche wäre "Dracula Land" sogar größer als der Europa-Park in Rust.
Das Konzept ist mit internationalen Freizeitpark-Destinationen wie Disneyland vergleichbar: Besucher sollen nicht nur Achterbahnen erleben, sondern in komplette Fantasiewelten eintauchen. Geplant sind unter anderem ein düsteres Dracula-Schloss, viktorianische Straßenzüge sowie Themenbereiche mit Horror- und Fantasy-Elementen. Der rumänische Unternehmer und Projektinitiator Dragoș Dobrescu bezeichnet "Dracula Land" laut der Projektseite übersetzt als "nationales Projekt", das zeigen solle, "dass Rumänien Wahrzeichen schaffen kann und muss, nicht nur einfache Gebäude und Immobilienprojekte".
Arena, Rennstrecke und Technologie-Campus
Interessant dürfte "Dracula Land" vor allem für Fans von Horror, Fantasy und Erlebniswelten sein. Gleichzeitig könnte der Themenpark Familien ansprechen, denn neben klassischen Thrill-Rides sind auch kinderfreundliche Attraktionen vorgesehen. Das Projekt soll allerdings weit mehr sein als ein klassischer Freizeitpark.
Geplant ist unter anderem eine multifunktionale Arena mit 22.500 Plätzen, die für Konzerte, internationale Veranstaltungen und E-Sport-Wettbewerbe genutzt werden könnte. Außerdem ist eine rund 4,5 Kilometer lange Rennstrecke vorgesehen, auf der Motorsportevents stattfinden könnten. Ergänzt werden soll das Gelände durch einen Technologie-Campus, der nach Angaben der Entwickler mehr als 1.000 Arbeitsplätze schaffen soll.
Damit könnte "Dracula Land" Rumänien stärker als modernes Tourismusziel in den Fokus rücken. Wer den Freizeitpark besucht, kann die Reise auch gleich mit weiteren Sehenswürdigkeiten verbinden. Besonders beliebt sind unter anderem die mittelalterliche Stadt Brașov, die Region Transsilvanien mit ihren Burgen und Kirchen sowie das Schloss Bran. Auch die wilde Landschaft der Karpaten und historische Städte wie Sibiu oder Sighișoara - der Geburtsort Vlad Țepeș' - gelten als Höhepunkte einer Rumänienreise.
Wann "Dracula Land" eröffnet werden könnte, ist bislang allerdings noch unklar. Konkrete Angaben zu einem verbindlichen Fertigstellungstermin haben die Projektentwickler bisher nicht veröffentlicht. Nach derzeitigen Planungen wird laut Berichten jedoch eine Eröffnung für 2027 oder 2028 angestrebt. Bis dahin dürfte das Großprojekt weiter für Aufmerksamkeit sorgen - nicht zuletzt, weil es den berühmten Dracula-Mythos erstmals in Form eines riesigen Freizeit- und Entertainmentparks erlebbar machen könnte.
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