Festivaldirektor Alberto Barbera hat am Donnerstagmorgen in einer Pressekonferenz das Programm der 83. Filmfestspiele von Venedig vorgestellt. Um den Goldenen Löwen konkurrieren 20 Titel, unter ihnen der neue Spielfilm von Werner Herzog. Große Hollywood-Studios sind im Wettbewerb nicht vertreten, wie die Branchenmagazine "Deadline" und "Variety" übereinstimmend berichten. Das Festival läuft vom 2. bis 12. September.
Herzogs Beitrag trägt den Titel "Bucking Fastard" und bringt Rooney und Kate Mara erstmals gemeinsam vor die Kamera. Die beiden Schwestern spielen Zwillinge, die sich durch ein Gebirge graben, weil sie ein erfundenes Land suchen, in dem wahre Liebe möglich sein soll. So beschreibt es die offizielle Inhaltsangabe, aus der "Variety" zitiert. Auch Orlando Bloom und Domhnall Gleeson gehören zur Besetzung. In Cannes wäre Herzog in diesem Jahr ebenfalls willkommen gewesen, dem Bericht zufolge sagte er allerdings ab, nachdem ihm dort kein Platz im Wettbewerb angeboten worden war.
Pattinson als Journalist, McDonagh mit CIA-Satire
Robert Pattinson übernimmt in "Primetime" von Lance Oppenheim die Hauptrolle. Der von A24 produzierte Wettbewerbsbeitrag zeigt ihn als Journalisten, der sich mit einer kriminellen Unterwelt anlegt und am Ende das Fernsehen für immer verändert.
Martin McDonagh meldet sich mit "Wild Horse Nine" zurück, seiner ersten Regiearbeit nach "The Banshees of Inisherin". Für den Vorgänger gab es 2022 in Venedig die Preise für Drehbuch und Hauptdarsteller sowie später neun Oscarnominierungen. Die schwarze Komödie handelt "Variety" zufolge von CIA-Agenten, die kurz vor dem Militärputsch in Chile 1973 von Santiago auf die Osterinsel geschickt werden. John Malkovich, Sam Rockwell, Steve Buscemi, Tom Waits und Parker Posey spielen die Hauptrollen.
Ein weiterer Wettbewerbsbeitrag mit prominenter Besetzung kommt von Florian Zeller: In seinem Psychothriller "Bunker" sind Javier Bardem und Penélope Cruz als Paar zu sehen, dessen Leben von einem rätselhaften Bauprojekt durchdrungen wird, das ein mächtiger Tech-Unternehmer in Auftrag gegeben hat. Paul Dano, Stephen Graham und Patrick Schwarzenegger stehen ebenfalls vor der Kamera. Casey Affleck legt derweil mit dem Mysteryfilm "Company" seine dritte Regiearbeit vor, in dem unter anderem Nick Nolte und Ben Mendelsohn mitwirken.
Eröffnet wird mit einem Murdoch-Biopic
Den Auftakt macht am 2. September in der Sala Grande des Palazzo del Cinema Danny Boyles "Ink", der ebenfalls im Wettbewerb läuft. Der Film erzählt, wie Rupert Murdoch 1969 die britische Zeitung "The Sun" übernahm und sie gemeinsam mit dem Chefredakteur Larry Lamb zum auflagenstärksten Boulevardblatt des Landes machte. Guy Pearce spielt Murdoch, Jack O'Connell den Redakteur, Claire Foy dessen fiktive Ehefrau Jules Davies.
Außerdem meldet sich der Südkoreaner Lee Chang-dong mit der Netflix-Produktion "Possible Love" zurück, seiner ersten Regiearbeit seit "Burning" von 2018. Der in Berlin lebende Ilya Khrzhanovsky bringt eine neue Folge seines DAU-Projekts mit. Die Dänin May el-Toukhy ist mit "Woman Unknown" die einzige Regisseurin im 20 Titel starken Wettbewerb.







