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Filmfestspiele in Venedig: Werner Herzog und Wim Wenders vertreten

Werner Herzog kämpft um den Goldenen Löwen, Wim Wenders zeigt seinen Film außer Konkurrenz: Das Programm der 83. Filmfestspiele von Venedig wurde vorgestellt. Auch Casey Affleck und Martin McDonagh sind mit Beiträgen vertreten. Die Oasis-Doku zur Reunion-Tournee wird als Special gezeigt.

(jom/pn)
Werner Herzog (li.) und Wim Wenders sind mit Filmen beim Filmfestival in Venedig vertreten.
Werner Herzog (li.) und Wim Wenders sind mit Filmen beim Filmfestival in Venedig vertreten. © Imago Images/Panama Pictures / Christoph Hardt / Imago Images/ABACAPRESS / Blondet Eliot
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Festivaldirektor Alberto Barbera hat am Donnerstagmorgen in einer Pressekonferenz das Programm der 83. Filmfestspiele von Venedig vorgestellt. Um den Goldenen Löwen konkurrieren 20 Titel, unter ihnen der neue Spielfilm von Werner Herzog. Große Hollywood-Studios sind im Wettbewerb nicht vertreten, wie die Branchenmagazine "Deadline" und "Variety" übereinstimmend berichten. Das Festival läuft vom 2. bis 12. September.

Herzogs Beitrag trägt den Titel "Bucking Fastard" und bringt Rooney und Kate Mara erstmals gemeinsam vor die Kamera. Die beiden Schwestern spielen Zwillinge, die sich durch ein Gebirge graben, weil sie ein erfundenes Land suchen, in dem wahre Liebe möglich sein soll. So beschreibt es die offizielle Inhaltsangabe, aus der "Variety" zitiert. Auch Orlando Bloom und Domhnall Gleeson gehören zur Besetzung. In Cannes wäre Herzog in diesem Jahr ebenfalls willkommen gewesen, dem Bericht zufolge sagte er allerdings ab, nachdem ihm dort kein Platz im Wettbewerb angeboten worden war.

Pattinson als Journalist, McDonagh mit CIA-Satire

Robert Pattinson übernimmt in "Primetime" von Lance Oppenheim die Hauptrolle. Der von A24 produzierte Wettbewerbsbeitrag zeigt ihn als Journalisten, der sich mit einer kriminellen Unterwelt anlegt und am Ende das Fernsehen für immer verändert.

Martin McDonagh meldet sich mit "Wild Horse Nine" zurück, seiner ersten Regiearbeit nach "The Banshees of Inisherin". Für den Vorgänger gab es 2022 in Venedig die Preise für Drehbuch und Hauptdarsteller sowie später neun Oscarnominierungen. Die schwarze Komödie handelt "Variety" zufolge von CIA-Agenten, die kurz vor dem Militärputsch in Chile 1973 von Santiago auf die Osterinsel geschickt werden. John Malkovich, Sam Rockwell, Steve Buscemi, Tom Waits und Parker Posey spielen die Hauptrollen.

Ein weiterer Wettbewerbsbeitrag mit prominenter Besetzung kommt von Florian Zeller: In seinem Psychothriller "Bunker" sind Javier Bardem und Penélope Cruz als Paar zu sehen, dessen Leben von einem rätselhaften Bauprojekt durchdrungen wird, das ein mächtiger Tech-Unternehmer in Auftrag gegeben hat. Paul Dano, Stephen Graham und Patrick Schwarzenegger stehen ebenfalls vor der Kamera. Casey Affleck legt derweil mit dem Mysteryfilm "Company" seine dritte Regiearbeit vor, in dem unter anderem Nick Nolte und Ben Mendelsohn mitwirken.

Eröffnet wird mit einem Murdoch-Biopic

Den Auftakt macht am 2. September in der Sala Grande des Palazzo del Cinema Danny Boyles "Ink", der ebenfalls im Wettbewerb läuft. Der Film erzählt, wie Rupert Murdoch 1969 die britische Zeitung "The Sun" übernahm und sie gemeinsam mit dem Chefredakteur Larry Lamb zum auflagenstärksten Boulevardblatt des Landes machte. Guy Pearce spielt Murdoch, Jack O'Connell den Redakteur, Claire Foy dessen fiktive Ehefrau Jules Davies.

Außerdem meldet sich der Südkoreaner Lee Chang-dong mit der Netflix-Produktion "Possible Love" zurück, seiner ersten Regiearbeit seit "Burning" von 2018. Der in Berlin lebende Ilya Khrzhanovsky bringt eine neue Folge seines DAU-Projekts mit. Die Dänin May el-Toukhy ist mit "Woman Unknown" die einzige Regisseurin im 20 Titel starken Wettbewerb.

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Das waren die schönsten Looks der Filmfestspiele von Venedig

Emma Stone und Cate Blanchett gehörten zu den Promis, die bei den Filmfestspielen in Venedig mit ihrem Modebewusstsein beeindruckten.
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Emma Stone und Cate Blanchett gehörten zu den Promis, die bei den Filmfestspielen in Venedig mit ihrem Modebewusstsein beeindruckten. © ddp/SGPItalia / ddp/SGPItalia

Wenders und Guadagnino zeigen Dokumentarfilme

Außerhalb des Wettbewerbs läuft der zweite große deutsche Beitrag: Wim Wenders porträtiert in seinem Dokumentarfilm den Schweizer Architekten Peter Zumthor. Ebenfalls außer Konkurrenz zu sehen ist Luca Guadagnino, allerdings nicht mit seinem viel diskutierten Spielfilm "Artificial" über OpenAI, sondern mit seiner lange vorbereiteten Dokumentation "Joie De Vivre" über den Regisseur Bernardo Bertolucci. Der Film dauert "Deadline" zufolge sieben Stunden.

Paul Schrader stellt außer Konkurrenz das Drama "The Basics Of Philosophy" vor, in dem Jack Huston einen Philosophieprofessor spielt, den eine Entscheidung aus seiner Vergangenheit einholt. Kornél Mundruczó schickt in "Place to Be" Ellen Burstyn, Taika Waititi und Pamela Anderson auf eine Reise von Chicago nach New York. Alex Gibney zeigt seine Dokumentation "Musk" über den Tesla-Chef, Russell Crowe einen Film über seine Band Indoor Garden Party. Im Actionthriller "Father Joe", geschrieben und produziert von Luc Besson, treffen Kiefer Sutherland und Al Pacino aufeinander.

Oasis-Doku außer Konkurrenz

Für Aufsehen dürfte eine Musikdokumentation sorgen, die als Sonderveranstaltung außer Konkurrenz gezeigt wird. "Oasis: Don't Look Back in Anger" begleitet die Reunion-Tournee der Band und enthält "Variety" zufolge die ersten gemeinsamen Interviews von Liam und Noel Gallagher seit mehr als 25 Jahren. Beide Brüder werden auf dem Lido erwartet. Entwickelt hat das Projekt "Peaky Blinders"-Autor Steven Knight, Regie führten Dylan Southern und Will Lovelace. Ab dem 11. September läuft der Film in den Kinos, später folgt die Auswertung bei Disney+. Es handelt sich um den einzigen Titel eines großen Hollywood-Studios im Programm.

Über die Vergabe des Goldenen Löwen entscheidet eine Jury unter dem Vorsitz von Maggie Gyllenhaal, die zugleich außer Konkurrenz ihren Kurzfilm "Flesh Impact" mit Dakota Johnson und Ellen Burstyn zeigt. Ihr zur Seite stehen unter anderen Johnnie To, Kaouther Ben Hania und Xavier Giannoli. Goldene Ehrenlöwen für ihr Lebenswerk erhalten George Clooney und Ellen Burstyn. Zum Abschluss läuft, ebenfalls außer Konkurrenz, die Komödie "Dio Ride" von Giovanni Veronesi.

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