Einen Tag nach Treffen mit Charles: Prinz Harry macht Ziegen-Yoga
Prinz Harry hat den letzten Termin seiner Großbritannien-Reise ungewöhnlich verbracht: Beim Sommerfest von "Scotty's Little Soldiers" nahm der Herzog an einer Ziegen-Yoga-Stunde teil. Einen Tag zuvor war er mit seiner Frau Meghan und den beiden Kindern zu einem privaten Treffen beim Königspaar.
Ein Prinz auf der Yogamatte, umringt von meckernden Ziegen: Prinz Harry (41) hat beim Sommerfest der Wohltätigkeitsorganisation "Scotty's Little Soldiers" auf Schloss Maxstoke in Warwickshire wohl den ungewöhnlichsten Termin seiner Großbritannien-Reise erlebt. Rund 200 Kinder und Angehörige waren am Samstag dabei, als der Herzog von Sussex an einer Ziegen-Yoga-Stunde teilnahm, mit Wasserbomben beworfen wurde und geduldig für Selfies und Umarmungen posierte. Es war zugleich sein letzter öffentlicher Auftritt der Tour, wie die britische Zeitung "The Sun" berichtet.
Der Auftritt fiel in ein bewegtes Wochenende für den jüngsten Sohn von König Charles III. (77). Weniger als 24 Stunden zuvor hatte er sich gemeinsam mit Herzogin Meghan (44) und den Kindern Archie (7) und Lilibet (5) in Highgrove privat mit dem Monarchen und dessen Frau Camilla (78) getroffen - es war das erste Familientreffen seit 2022.
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Vom "Herabschauenden Hund" zur "Herabschauenden Ziege"
Sechs Ziegenmütter und ihre erst vier Monate alten Kitze standen für die Einheit bereit. Kursleiterin Rosie forderte die Gruppe auf, den "Geist der Ziegen" zu kanalisieren, ihr Meckern nachzuahmen und ihnen tief in die Augen zu schauen. Statt des klassischen "herabschauenden Hundes" hieß die Übung nun "herabschauende Ziege".
Harry ließ sich nicht lange bitten. "Lasst mich rein!", rief er dem Bericht zufolge in Richtung Gehege und fragte gleich darauf, ob die Tiere denn beißen würden. Auf einem Bein balancierend formte er mit den Händen Hörner über seinem Kopf, später starrte er einer Ziege so lange in die Augen, dass sich die beiden fast an den Nasen berührten.
Richtig turbulent wurde es, als sich der Herzog auf den Rücken legte und die Ziegen kurzerhand über ihn hinwegtrampelten. Als eine ihm zwischen die Beine trat, witzelte ein Zuschauer, das Sicherheitsteam habe die Kronjuwelen nicht ausreichend geschützt. "Autsch", entfuhr es Harry.
Wasserschlacht mit einem Dreijährigen
Vom Ziegengehege ging es weiter zum aufblasbaren Hindernisparcours, wo den royalen Gast eine handfeste Wasserschlacht erwartete. Ein Dreijähriger bewarf ihn mit einem Wasserballon nach dem anderen und traf dabei überraschend oft. "Du bist ja frech!", rief Prinz Harry dem Jungen zu. Als ihn eine Bombe voll im Gesicht erwischte, konterte der Herzog von Sussex schlagfertig: "Wie heißt du? Ich merke mir dich" und revanchierte sich prompt mit einer Ladung Wasser.
Bewegende Momente in der Fragerunde
Ruhiger wurde es bei einer Fragerunde im Festzelt. "Scotty's Little Soldiers" unterstützt Kinder, die einen Elternteil aus den Streitkräften verloren haben, und genau diese Kinder durften Harry löchern. Die neunjährige Poppy, deren Vater 2020 an Leukämie starb, wollte wissen, was ihn nach einem schweren Tag zum Lachen bringe. Harry legte die Hand aufs Herz: "Das hat mich mitten ins Herz getroffen." Es sei nicht immer möglich zu lachen, sagte er, aber sein Hund und seine Kinder schafften das meistens.
Der 16-jährige Sebastian, dessen Vater 2010 gestorben war, fragte, ob er den Todestag oder den Geburtstag seiner Mutter besonders begehe. "Ja, es gibt Zitronenkuchen", verriet der Herzog und ergänzte, Traditionen seien enorm wichtig, "besonders, wenn sie süß sind". Als Lieblingsland nannte er Botswana, wegen "der Weite, der Tiere und der Schönheit". Und hätte er eine Superkraft, so Harry, würde er sich eine "magische Hand" wünschen, um jedem, der einen schlechten Tag hat, aufmunternd auf die Schulter zu tippen.