Roland Emmerich (70) hat deutliche Kritik am Umbau des Weißen Hauses geäußert, den US-Präsident Donald Trump (80) initiiert hat. Gegenüber der "Neuen Osnabrücker Zeitung" zeigte sich der Filmemacher erschüttert: "Bei den Bildern musste ich beinahe weinen", sagte der 70_Jährige. Besonders kritisch sieht Emmerich den Abriss des Ostflügels zugunsten eines neuen Ballsaals, den er als "Katastrophe" bezeichnet.
"Es war ja eine Katastrophe - eine politische. Und zu allem Überfluss ist der Ballsaal dann auch noch viel zu groß. Warum muss dieses Ding so groß sein? Wie heißt das deutsche Wort noch mal? Gigantomanisch", erklärte der Regisseur weiter. Auch First Lady Melania Trump (56) nimmt er in die Pflicht: "Melania hätte Nein sagen müssen."
Im Ostflügel befand sich ein Kinosaal
Nach Einschätzung von Emmerich lässt der Umbau vor allem Rückschlüsse auf das Verhältnis zwischen Donald und Melania Trump zu. Politische Aspekte rücken für ihn dabei in den Hintergrund. "Wahrscheinlich war das eine absolut persönliche Angelegenheit. Und sie hat dazu wahrscheinlich nur gesagt: 'Was soll's. Mir ist es egal'", so der Regisseur.
Mit Blick auf die Veränderungen betont er zudem die bisherige Wichtigkeit des Ostflügels: "Der Ostflügel war das Reich der First Lady. Da hatten sie und ihr Stab alle ihre Büros. Wo sind die jetzt? Im Ostflügel war sogar der kleine Kinosaal des Weißen Hauses."
Langjähriger Kritiker von Trump
Roland Emmerich positioniert sich seit Jahren klar gegen Präsident Trump. In einem Interview mit der "Augsburger Allgemeinen" bezeichnete er den Präsidenten als "Betrüger". "Wir haben auf jeden Fall eine politische Katastrophe in Amerika. Hoffentlich wird Trump nicht König. Immerhin gibt es Proteste. [...] Ich glaube aber, dass die Sache mit Trump eines Tages wieder vorbei sein wird. Die Leute werden hoffentlich nicht auf die Dauer auf so einen Betrüger hereinfallen."




