Ein halbes Jahrhundert Talk am Rhein, das würdigt der WDR nicht nur mit einer einzelnen Jubiläumssendung: Am 18. September feiert der "Kölner Treff" seinen 50. Geburtstag mit einem kompletten Programmabend, wie der Sender bekanntgibt. Los geht es um 20:15 Uhr mit einer zweistündigen Live-Ausgabe, das letzte Format des Abends endet erst um 2:15 Uhr.
Durch die Live-Ausgabe führen Susan Link (49) und Micky Beisenherz (49). Auf der Gästeliste stehen Carolin Kebekus, Guido Maria Kretschmer, Jörg Pilawa, Motsi Mabuse, Tommi Schmitt und Senta Berger. Alle sechs seien dem "Kölner Treff" "auf ganz unterschiedliche Weise verbunden", teilt der WDR mit. Dazu kommen Live-Musik und Überraschungen. Der Sender verspricht einen Abend, der "zurückblickt, feiert und zeigt, warum der 'Kölner Treff' seit 50 Jahren ein besonderer Ort im deutschen Fernsehen ist".
Von Alfred Biolek zu Susan Link
Auf Sendung ging der "Kölner Treff" vor 50 Jahren, damals moderiert von Alfred Biolek (1934-2021) und Dieter Thoma (1927-2017). In seiner heutigen Form läuft er seit zwei Jahrzehnten, zunächst mit Bettina Böttinger (70) am Moderationstisch, inzwischen mit Link und Beisenherz. Die Sendung gehört damit zu den langlebigsten Talkformaten im deutschen Fernsehen.
Um 22:30 Uhr folgt die 45-minütige Dokumentation "50 Jahre Kölner Treff - die Doku". Sie führt laut WDR durch fünf Jahrzehnte Fernseh- und Zeitgeschichte. Link und Beisenherz begleiten den Rückblick auf prägende Gespräche und Gäste. Angekündigt sind seltene Archivfunde und Blicke hinter die Kulissen.
Wenn die Gen Z auf das WDR-Archiv schaut
Deutlich streitlustiger dürfte es ab 23:15 Uhr werden. Für "Echt jetzt Kölner Treff?!" öffnet der Sender sein Archiv und konfrontiert Menschen aus Nordrhein-Westfalen mit Ausschnitten aus fünf Jahrzehnten. Sogenannte Boomer, die mit der Sendung groß geworden sind, treffen dabei auf Vertreterinnen und Vertreter der Gen Z, für die das Format eher ein Stück Mediengeschichte ist.
Sichtbar werde bei ihren Reaktionen, wie sehr sich gesellschaftliche Maßstäbe, Sprache und Rollenbilder verändert haben, kündigte der WDR an. Manche Szenen berühren oder amüsieren, andere irritieren nach heutigen Maßstäben. Und einige Themen sind laut Sender erstaunlich aktuell geblieben.







